• Startseite
  • Politik
  • Putin sichert Belarus „allseitige Hilfe“ gegen EU-Sanktionen zu

Putin sichert Belarus „allseitige Hilfe“ gegen EU-Sanktionen zu

  • Nach der erzwungenen Landung einer europäischen Passagiermaschine in Minsk und der Verhaftung eines Regierungskritikers hatte die EU Belarus mit umfangreichen Wirtschaftssanktionen belegt.
  • Russlands Präsident Putin sichert dem Land deshalb Unterstützung zu.
  • Man wolle weiter „allseitige Hilfe leisten“.
Anzeige
Anzeige

Moskau. Russlands Präsident Wladimir Putin hat Belarus Unterstützung gegen den westlichen Sanktionsdruck zugesagt. „Wir werden dem brüderlichen belarussischen Volk auch in der gegenwärtigen, nicht einfachsten innenpolitischen Situation weiter allseitige Hilfe leisten“, sagte Putin am Donnerstag bei einem Forum der Regionen.

An der Plenarsitzung im Videoformat nahm auch der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko teil. Kürzlich von der EU verhängte Sanktionen schadeten vor allem der belarussischen Wirtschaft und dem einfachen Volk, kritisierte Putin.

Die EU hatte nach der erzwungenen Landung einer europäischen Passagiermaschine in Minsk und der Verhaftung eines Regierungskritikers weitreichende Wirtschaftssanktionen in Kraft gesetzt. Damit soll Lukaschenkos Machtapparat geschwächt werden. Auch belarussische Oppositionelle um die nach Litauen geflüchtete Swetlana Tichanowskaja begrüßten das. Das wirtschaftlich schwache Belarus ist auf Finanzspritzen aus Moskau angewiesen.

Anzeige

Belarus tritt aus EU-Programm aus

Als Antwort auf die Sanktionen verabschiedete sich Belarus Anfang der Woche aus dem EU-Programm der sogenannten östlichen Partnerschaft. Das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Austauschdienst wurden aufgefordert, ihre Arbeit in der ehemaligen Sowjetrepublik einzustellen.

„Wir bedauern den Wunsch der belarussischen Regierung sehr und hoffen, unsere Arbeit in Belarus in Zukunft bald fortsetzen zu können“, sagte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert. Die Einrichtung sei seit 27 Jahren in Minsk aktiv. „Dies ist ein einmaliger Vorgang für das Goethe-Institut, das seine Arbeit an 157 Instituten in der ganzen Welt frei ausführen kann“, kritisierte Ebert.

Anzeige

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen