Putin besucht großes Militärmanöver mit Belarus

  • Russland und sein Nachbarland Belarus halten eine gemeinsame Militärübung ab.
  • Das Manöver trägt den Namen „Sapad“, was Westen bedeutet.
  • Putin hatte bereits gesagt, dass das Manöver gegen niemanden gerichtet, aber „logisch sei, da etwa die Nato ihre Präsenz im Osten ausweite.
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Nischni Nowgorod. Russlands Präsident Wladimir Putin hat das von der Nato kritisierte Militärmanöver „Sapad“ (Westen) besucht.

Mit Fernglas und im Anzug beobachtete er am Montag die Übung, die seit Freitag gemeinsam mit dem Nachbarland Belarus auf insgesamt 14 Truppenübungsplätzen abgehalten wird. Putin wurde auf einem Übungsplatz in der Region Nischni Nowgorod östlich der Hauptstadt Moskau von Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Uniform begleitet, wie von russischen Staatsmedien verbreitete Videos zeigten.

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Russland und Belarus halten gemeinsame Militärübung ab
1:34 min
Die Beteiligung von Minsk könnte laut Analysten die enger werdende Beziehung zu Moskau unterstreichen.  © Reuters
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An dem Manöver, das am Donnerstag enden soll, sind laut russischen Angaben bis zu 200.000 Menschen und Hunderte Einheiten Kampftechnik beteiligt, darunter fast 300 Panzer, 80 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 15 Schiffe. Bei der Übung seien auch Angriffsdrohnen und das Raketensystem vom Typ Iskander zum Einsatz gekommen, hieß es.

150 ausländische Militärbeobachter seien vor Ort, sagte der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow der Agentur Interfax zufolge. Das westliche Militärbündnis Nato hatte Russland zuvor zu mehr Transparenz bei seinen Militärübungen aufgerufen. Estlands Außenministerin Eva-Maria Liimets sagte, „Sapad“ löse „ernsthafte Sicherheitsbedenken“ in den Baltenstaaten aus.

Putin hatte vergangene Woche bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko betont, die Übung sei nicht gegen irgendjemand gerichtet. Sie sei aber „logisch unter Bedingungen, da andere Vereinigungen wie die Nato ihre Präsenz an den Grenzen des Unionsstaates aktivieren“.

Lukaschenko hatte das Manöver bereits am Sonntag besucht - in Militäruniform. Er sagte dabei der Staatsagentur Belta zufolge, Belarus und seine Verbündeten der Ex-Sowjetrepubliken seien bereit, „alles zu tun, um die Sicherheit zu gewährleisten“.

RND/dpa

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