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  • Prozess um versuchte Entführung von Michigan-Gouverneurin – ein Angeklagter will gestehen

Sie wollten eine Gouverneurin entführen – ein Angeklagter will nun gestehen

  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer geplant zu haben.
  • Einer von sechs Angeklagten ist nun zu einem Geständnis bereit.
  • Der Mann will offenbar vollständig mit den Ermittlern zusammenarbeiten.
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Detroit. Im Prozess um die versuchte Entführung von Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer ist einer der sechs Angeklagten zu einem Schuldeingeständnis bereit. Der Mann wolle Verschwörung zum Kidnapping einräumen, hieß es in am Mittwoch eingereichten US-Gerichtsdokumenten. Auch sei er zur vollen Zusammenarbeit mit den Ermittlern bereit. Eine Absprache zum Strafmaß gibt es nicht. Der Mann sollte vor dem Bundesgericht in Grand Rapids erscheinen. Der Prozessbeginn ist für 23. März geplant.

Das FBI hatte im Oktober bekannt gegeben, es habe eine Verschwörung militanter Regierungsgegner aufgedeckt, die mit den Corona-Schutzmaßnahmen unzufrieden waren. Diese hätten die Demokratin Whitmer entführen wollen. Sechs Personen sind deshalb vor einem Bundesgericht angeklagt, acht weitere vor einem Gericht des Staates Michigan wegen Beihilfe.

Der Anwalt des kooperationswilligen Angeklagten hatte im Herbst versichert, sein Mandant habe nicht vorgehabt, die Entführungspläne in die Tat umzusetzen. Das sei alles nur großes Gerede gewesen. „Sachen zu sagen wie "Ich hasse die Gouverneurin, die Gouverneurin ist tyrannisch", (...) ist nicht verboten“, sagte Mark Satawa im Oktober. „Selbst dann nicht, wenn sie dabei eine Pistole halten und in den Wäldern herumrennen.“

RND/AP

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