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Prozess um Offizier unter Terrorverdacht: Franco A. bestreitet erneut Anschlagspläne

  • Der unter Terrorverdacht stehende Bundeswehroffizier Franco A. muss sich weiter vor Gericht verantworten.
  • Nun hat er sich zu Notizen geäußert, die bei ihm gefunden worden waren.
  • Er bestritt erneut, Anschlagspläne gehabt zu haben.
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Frankfurt/Main. Der Prozess gegen den unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. ist am Dienstag mit der Einlassung des Angeklagten fortgesetzt worden. Dabei machte A. zunächst Angaben zu Notizen, die bei ihm gefunden worden waren. Er bestritt, dass sie im Zusammenhang mit Anschlagsplänen standen. Vielmehr handele es sich um Überlegungen für eine Zukunft als Zugführer, Gedankensplitter und Alltagsnotizen.

Dass etwa eine Kalendereintragung ausgerechnet auf den symbolträchtigen 11. September fiel, habe gar nichts zu sagen. Einen deutschen Terroranschlag an diesem Tag habe er „überhaupt nicht“ im Sinn gehabt, versicherte A. Auf der Kalenderseite sei eben gerade Platz für seine Notizen gewesen.

Der 32-Jährige muss sich vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat verantworten. A. hatte in dem Verfahren lediglich eingeräumt, unter falschem Namen einen Asylantrag gestellt zu haben und illegal im Besitz von Waffen gewesen zu sein. Über den Verbleib der Waffen wollte er hingegen keine Angaben machen.

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Waffen aus Bundeswehrbestand beschafft

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt zu haben, um die geplanten Anschläge als Terrorakte eines anerkannten Asylbewerbers darzustellen - und so das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern.

Der Angeklagte soll sich Schusswaffen, Munition und Sprengkörper unter anderem aus Bundeswehrbeständen beschafft haben. Auch dazu wollte er vor Gericht bisher keine Angaben machen. Festgenommen worden war A. im Februar 2017 in Wien, als er eine Pistole aus einem Versteck in einer Flughafentoilette holen wollte. Im November 2017 hatte der Bundesgerichtshof den Haftbefehl aufgehoben, seitdem befindet sich A. auf freiem Fuß.

RND/dpa

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