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  • Proteste in Belarus: Polizei geht hart gegen Demonstranten vor – Opposition will „Buch der Verbrechen“ erstellen

Polizeigewalt in Belarus: Opposition will „Buch der Verbrechen“ erstellen

  • Immer wieder gehen belarussische Sicherheitskräfte hart gegen Demonstranten vor.
  • Die Opposition will die Gewalt, die die Polizei seit August ausgeübt hat, in einem „Buch der Verbrechen“ festhalten.
  • „Straflosigkeit wird nicht ewig währen“, sagt Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja.
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Kiew. Die belarussische Opposition will die bei Demonstrationen seit der Präsidentenwahl im August ausgeübte Polizeigewalt in einem „Buch der Verbrechen“ festhalten. Das kündigte die ins Exil gegangene Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja am Dienstag in einem Videogespräch an. „Straflosigkeit wird nicht ewig währen“ , sagte sie.

„Niemand wird in der Lage sein, Hunderttausenden Menschen, die nach Gerechtigkeit streben, der Möglichkeit berauben, ihre Stimme zu erheben.“ Die Angaben in dem Buch sollten später von unabhängigen Anwälten überprüft werden.

Tichanowskaja ist für die Demonstranten in Belarus die wahre Gewinnerin der Präsidentenwahl vom 9. August. Nach amtlichen Ergebnis gewann aber Präsident Alexander Lukaschenko seine sechste Amtszeit. Für die Opposition kam das Ergebnis durch massiven Wahlbetrug zustande. EU und USA haben Sanktionen gegen belarussische Beamte verhängt, die der Wahlfälschung verdächtigt werden.

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Die Polizei ist mit großer Härte gegen Demonstranten vorgegangen, die seitdem stattfanden. Zur größten Kundgebung kamen bis zu 200.000 Menschen. Tausende wurden nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten festgenommen und in der Haft schwer misshandelt.

RND/AP

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