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  • Proteste im Dannenröder Forst: Polizei räumt zwei Camps - Zwischenfälle mit Pyrotechnik und Rauchbomben

Dannenröder Forst: Zwei Camps geräumt - Polizei mit Pyro beschossen

  • Die Proteste gegen die Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49 im Dannenröder Forst nehmen kein Ende.
  • Am Donnerstag haben Polizei und Waldarbeiter zwei Baumhaus-Camps geräumt und entfernt.
  • Es kam zu Zwischenfällen.
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Homberg/Ohm. Begleitet von Protesten von Umwelt- und Klimaschützern haben Polizei und Waldarbeiter am Donnerstag die Räumungen und Rodungen für den umstrittenen Weiterbau der Autobahn 49 im Dannenröder Forst in Mittelhessen fortgesetzt.

Nach Angaben einer Sprecherin der Aktivisten sind mittlerweile zwei der insgesamt elf Baumhaus-Camps im nördlichen sowie südlichen Teil des Waldstücks geräumt und entfernt worden. Von der Polizei waren dazu zunächst keine Angaben zu erhalten. Zuvor hatte die „hessenschau“ online darüber berichtet.

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Pyrotechnik und Rauchbomben im Dannenröder Forst
1:08 min
Die Aktivistinnen und Aktivisten machen es der Polizei im Dannenröder Forst nicht leicht. Dieser wird seit über einem Jahr besetzt und soll nun geräumt werden.  © dpa
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Zu einem Zwischenfall sei es am Nachmittag gekommen, nachdem eine Polizeidrohne aus technischen Gründen in einem der Baumhaus-Camps habe notlanden müssen. Da die Drohne zunächst nicht aufzufinden war, hätten die Polizisten die Camp-Bewohner mehrfach auf ihren Verbleib angesprochen, aber keine Reaktion erhalten.

Einsatzkräfte bleiben unverletzt

Daraufhin hätten Einsatzkräfte das Camp nach der Drohne durchsucht, so der Polizeisprecher. Am Morgen seien zudem Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beschossen worden. Verletzt wurde dabei niemand, wie der Sprecher sagte.

Im Dannenröder Forst nahe Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis sollen Bäume auf einer Fläche von 27 Hektar für den Lückenschluss der A49 weichen. Umwelt- und Klimaschützer halten das Waldstück sei mehr als einem Jahr besetzt, um die Rodungen zu verhindern oder aufzuhalten.

Die Autobahn soll Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Während die Aktivisten das Projekt angesichts der Klima-Krise für verfehlt halten, versprechen sich die Befürworter davon weniger Verkehrsbelastung und Lärm in den Dörfern der Region und eine bessere Straßenanbindung.

RND/dpa

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