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US-Wahl in Grafiken: Aktuelle Ergebnisse zum Duell Trump gegen Biden

  • Die USA haben gewählt: Joe Biden wird der neue Präsident der USA.
  • Durch den Sieg im Bundesstaat Pennsylvania kommt er auf 272 Stimmen der Wahlmänner.
  • Ständig aktualisierte Zahlen zum Kampf um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika.
Johannes Christ
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Washington. Die Zahlen im Vorfeld der Wahl lasen sich auf den ersten Blick eindeutig: Mit mehr als 200 Wahlmännern konnte Demokrat Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl in den USA demnach sicher rechnen, Republikaner und Amtsinhaber Donald Trump nur mit 100. Vergangene Wahlen – vor allem die bisher letzte 2016 – haben jedoch gezeigt: Umfragen und Prognosen haben vor allem in den Vereinigten Staaten nur eine begrenzte Aussagekraft. Noch am Tag der Wahl überboten sich die Meinungsforschungsinstitute der USA mit Wahrscheinlichkeiten, dass Hillary Clinton für die Demokraten einen hohen Sieg über Donald Trump davontragen würde – der Ausgang war bekanntlich ein anderer.

Auch diesmal wird die Wahl knapper ausgehen als vorhergesagt. Doch das Ergbnis haben die Wahlforscher diesemal richtig prognostiziert: Joe Biden gewinnt mehr als die für das Präsidentenamt erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen.

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Trump vs. Biden – die Wahlnacht in Bildern
1:26 min
Donald Trump gegen Joe Bilden – Bilder und Emotionen aus einer der heißesten Wahlen der US-Geschichte.  © RND

US-Präsidentschaftswahl: So sieht es am Wahltag in den einzelnen Bundesstaaten aus

Laut Hochrechnungen gewinnt Joe Biden bisher in den Bundesstaaten Kalifornien (55), New York (29), Illinois (20), Pennsylvania (20), Michigan (16), Georgia (16), New Jersey (14), Virginia (13), Washington (12), Massachusetts (11), Wisconsin (10), Maryland (10), Minnesota (10), Colorado (9), Connecticut (7), Oregon (7), Nevada (6), Nebraska (1 von 5), New Mexico (5), Hawaii (4), New Hampshire (4), Rhode Island (4), Delaware (3), Vermont (3) und Washington D.C. (3). Donald Trump siegt laut Hochrechnung in den Bundesstaaten Texas (38), Florida (29), Ohio (18), North Carolina (15), Arizona (11), Indiana (11), Tennessee (11), Missouri (10), Alabama (9), South Carolina (9), Kentucky (8), Louisiana (8), Oklahoma (7), Arkansas (6), Iowa (6), Kansas (6), Mississippi (6), Utah (6), Nebraska (4 von 5), West Virginia (5), Idaho (4), Montana (3), North Dakota (3), South Dakota (3) und Wyoming (3).

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Spannend verlief die Wahl wie erwartet in den Swing States. In Ohio lag Biden zunächst knapp vorne, am Ende ging der Bundesstaat aber doch an Trump. Auch die laut Umfragen knappen Bundesstaaten Florida, Texas und Iowa konnte der republikanische Amtsinhaber für sich entscheiden. Die ebenfalls engen Staaten Michigan und Wisconsin gingen am Ende aber an Biden. Zu diesem Zeitpunkt musste Donald Trump alle bis dahin offenen Bundesstaaten für sich entscheiden, um noch den Sieg davonzutragen. Am Samstag nach der Wahl gab es dann erstmals Gewissheit, dass Biden auch die 20 Stimmen aus Pennsylvania holen würde. Damit hatte er die Mehrheit im entscheidenden Gremium für die Wahl des US-Prädidenten auf seiner Seite. Der spätere Sieg in Georgia sicherte dem demokratischen Herausforderer letztendlich einen deutlichen Vorsprung an Wahlleuten. Donald Trump konnte nur noch die Stimmen in North Carlina für sich verbuchen.

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Warum ist es so schwierig, das Ergebnis der US-Wahlen vorauszusagen?

Dass ein Sieger so schwierig vorherzusagen ist, hat verschiedene Gründe. Zum einen basieren viele Prognosen auf Umfragen, die wiederum nur eine Momentaufnahme aus dem möglichen Wahlverhalten der Menschen sind. Auch in Deutschland lagen die Meinungsforschungsinstitute bei der Bundestagswahl 2017 teils mehrere Prozentpunkte pro Partei daneben.

Zum anderen macht das US-amerikanische Wahlsystem Vorhersagen noch schwieriger: Ein Kandidat, der insgesamt mehr Stimmen erhält, erringt nicht unbedingt auch die Mehrheit der Wahlmänner.

Denn es macht keinen Unterschied, ob ein Staat mit deutlicher oder knapper Mehrheit an einen Kandidaten geht: In beiden Fällen gehen die je nach Bevölkerung des Bundesstaats unterschiedlich vielen Wahlmänner an ihn. 2016 wählten fast drei Millionen mehr Menschen Clinton als Trump – Clinton kam am Ende auf 227, Trump auf 304 Wahlmänner.

Doch selbst wenn das Wahlsystem außer Acht lässt und nur die Zahl der abgegebenen Stimmen betrachtet, ergibt sich ein relativ enges Rennen. Zwar behauptet Joe Biden laut CNN eine Mehrheit der landesweiten Wählerstimmen. Doch die Prognosen vor der Wahl hatten über Monate hinweg einen deutlicheren Vorsprung gemessen. Am Ende reicht der Vorsprung aber für den Sieg der Demokraten.

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Das Repräsentantenhaus steht komplett zur Neuwahl. Hier das bisherige Ergebnis:

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Alle Informationen rund um die Präsidentschaftswahl in den USA finden Sie auch auf unserer Themenseite.

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