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Prinz von Preußen: Kaiser­nachfahre kritisiert „Reichsbürger“-Proteste in Berlin

Georg Friedrich Prinz von Preußen

Osnabrück, Berlin.Der Kaisernachfahre Georg Friedrich Prinz von Preußen hat die Proteste vor dem Reichstag in Berlin unter Missbrauch der Insignien des Deutschen Kaiserreiches kritisiert. Er setze sich „seit vielen Jahren dafür ein, dass wir uns mit unserer Geschichte einschließlich all ihrer Licht- und Schattenseiten bewusst auseinandersetzen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Deren Interpretation dürfe nicht denen zu überlassen werden, die versuchten, sie für ideologische Zwecke zu instrumentalisieren.

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Mangel an Geschichtsbewusstsein

Georg Friedrich Prinz von Preußen ist ein Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. (1859-1941) und seit 1994 Oberhaupt des Hauses Hohenzollern. Die Ereignisse des letzten Wochenendes hätten die Konsequenzen eines Mangels an Geschichtsbewusstsein nun auf traurige Art und Weise vor Augen geführt, sagte er. Das Deutsche Kaiserreich bestand von 1871 bis 1918. Es endete mit dem Ersten Weltkrieg.

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Auf der Demonstration von allgemeinen Corona-Skeptikern, aber auch „Reichsbürgern“ und Rechtsextremisten war am Samstag auch vielfach die schwarz-weiß-rote Fahne des Deutschen Kaiserreichs zu sehen, gelegentlich auch die Reichskriegsflagge.

Steinmeier dankt Polizisten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier traf sich am Montag mit einigen Polizisten, die während der Demonstration am Samstag im Einsatz waren.

Beide sind legale Symbole, werden aber heute mit Rechtsradikalismus assoziiert. Es waren auch Plakate und Aufrufe zu sehen, die Wilhelm II. zeigten. „Reichsbürger“ thematisieren zudem regelmäßig die Frage, ob Georg Friedrich Prinz von Preußen eine Rolle an der Spitze eines neu formierten deutschen Staates einnehmen könne.

RND/epd

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