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Portugal lockert Beschränkungen: Kneipen und Kitas wieder offen

  • Portugal ist im Vergleich zu anderen Ländern Europas bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen.
  • Grund war auch die schnelle Reaktion der Regierung und die recht harten Beschränkungen.
  • Nun gibt es Lockerungen.
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Lissabon. In den Gaststätten Portugals darf man sich erstmals seit Mitte März wieder zu einem Pastel de Nata, dem typischen Pudding-Törtchen, hinsetzen - oder Stockfisch in Sahnesoße bestellen. Landesweit begann am Montag die zweite Phase des Exitplans aus Maßnahmen der linken Regierung von Ministerpräsident António Costa in der Corona-Pandemie.

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Die Portugiesen durften sich über die Wiedereröffnung der Restaurants, Cafés und Kneipen freuen. Auch Schulen, Kindertagesstätten, Museen und Läden mit bis zu 400 Quadratmetern Fläche nahmen unter strengen Sicherheitsauflagen den Betrieb wieder auf. Die Menschen dürfen zudem erstmals wieder Verwandte in Altenheimen besuchen.

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Chronologie des Coronavirus
2:33 min
Der Beginn des verheerenden Coronavirus war vermutlich ein Tiermarkt in Wuhan/China. In nur wenigen Wochen erreichte das Virus auch Europa.  © RND

Costa hatte Ende April einen Drei-Phasen-Plan zum "schrittweisen und vorsichtigen" Ausstieg aus dem Lockdown vorgestellt. Am Montag mahnte der sozialistische Politiker die rund zehn Millionen Bürger Portugals erneut zur Vorsicht.

“Wir dürfen die Erfolge, die wir bisher mit so viel Mühe erzielt haben, nicht aufs Spiel setzen”, sagte er vor Journalisten. Es gebe viele Menschen, die zwei Monate lang nicht ein einziges Mal aus dem Haus gegangen seien.

"Phase 3" soll am 1. Juni starten. Dann werden auch Kinos, Theater sowie Einkaufszentren wieder ihre Pforten öffnen dürfen, wenn auch zunächst noch mit deutlich reduziertem Gästevolumen. Konkrete Pläne für die Wiederaufnahme des Tourismus gibt es vorerst nicht.

Portugal ist im Vergleich zu anderen Ländern Europas bisher relativ gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Grund war vor allem eine schnelle Reaktion der Behörden auf das Virus. Es gab einen sechswöchigen Ausnahmezustand mit starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle lag am Montag in Portugal bei knapp 30.000. Mehr als 1200 Menschen starben bisher in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19.

RND/dpa

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