Pompeo reist nach Europa - und erkennt Bidens Wahlsieg nicht an

  • Seit Samstag steht fest, dass US-Präsident Donald Trump die Wahl in den Vereinigten Staaten verloren hat.
  • Er gesteht die Niederlage aber ebenso wenig ein wie sein Außenminister Mike Pompeo.
  • Und der macht sich nun auf zu einer Reise nach Europa und in den Nahen Osten.
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Washington. US-Außenminister Mike Pompeo macht sich am Freitag auf die Reise nach Europa und in den Nahen Osten. Er wird sich mit Staats- und Regierungschefs treffen, die dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden zu seinem Wahlsieg gratuliert haben. Pompeo erkennt die Niederlage von Donald Trump bei der Wahl vergangene Woche nicht an.

Die Reise in sieben Länder soll dazu dienen, die Prioritäten der scheidenden US-Regierung zu unterstreichen, insbesondere die gegen China und den Iran gerichtete Politik. Auch einen Besuch in einem israelischen Siedlungsgebiet im Westjordanland will Pompeo abstatten; vorherige Außenminister haben dies vermieden.

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Pompeo hatte kürzlich für hochgezogene Augenbrauen gesorgt, als er auf eine Frage eines Journalisten antwortete, es „wird einen reibungslosen Übergang zu einer zweiten Trump-Regierung geben“.

Doch kein Witz

Er schien dabei einen Witz zu machen, machte jedoch anschließend in ernsterem Ton keine klare Aussage, wer am 20. Januar in das Amt des Präsidenten eingeführt wird. Anders als der ranghöchste Diplomat der USA hat der Großteil der Welt den Wahlsieg von Biden anerkannt.

Pompeo wird auf seiner einwöchigen Reise Frankreich, die Türkei, Georgien, Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien besuchen. Alle jeweiligen Staats- und Regierungschefs haben Biden öffentlich zum Sieg gratuliert.

Pompeo hat sich in den vergangenen Wochen auch zu demokratischen Schwächen im Ausland geäußert, beispielsweise in Hongkong, Belarus, Tansania und der Elfenbeinküste. Eine Schwächung der USA durch haltlose Vorwürfe des Wahlbetrugs, wie von Trump vorgebracht, sieht Pompeo nicht.

RND/AP

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