Pompeo: War bei Trumps Telefonat mit Selenskyj dabei

  • Es gab bereits Berichte, wonach US-Außenminister Mike Pompeo das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj mitangehört haben könnte, nun hat er das bestätigt.
  • Ob überdies auch das Telefonat zwischen Trump und Scott Morrison problematisch war, bleibt ungewiss.
  • Der australische Premier bezeichnete es als “ziemlich ereignislose Unterhaltung”.
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Rom. US-Außenminister Mike Pompeo hat das viel diskutierte Telefongespräch zwischen Präsident Donald Trump und dessen ukrainischem Kollegen Wolodymyr Selenskj mit angehört. "Ich war bei dem Telefonat dabei", bestätigte Pompeo am Mittwoch in Rom. Zum Inhalt sagte er nur, es sei in den amerikanisch-ukrainischen Beziehungen gut bewandert. In den vergangenen Tagen gab es bereits Berichte, wonach Pompeo das Gespräch mitangehört haben könnte.

Trump hatte Selenskyj in dem Telefongespräch am 25. Juli gebeten, Ermittlungen gegen den aussichtsreichen demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn Hunter einleiten zu lassen. Die Demokraten im Kongress werten dies als Machtmissbrauch und Verfassungsbruch und haben Voruntersuchungen zu einer möglichen Amtsenthebung Trumps in die Wege geleitet.

Australiens Premier weist Kritik an Telefonat zurück

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Ein weiteres womöglich problematisches Telefongespräch war zudem am Dienstag bekannt geworden. Demnach soll US-Präsident Donald Trump Australiens Premierminister Scott Morrison in einem Telefonat aufgefordert haben, bei der Überprüfung der Nachforschungen von Sonderermittler Robert Mueller zu helfen und sie zu diskreditieren.

Der Sonderermittler hatte untersucht, ob Trump im Wahlkampf 2016 Hilfe aus Russland bekam. Die australische Opposition verlangt nun, eine komplette Mitschrift des Telefonats zu veröffentlichen. Australiens Außenministerin Marise Payne sagte, dies sei eine Entscheidung der USA.

Australiens Premierminister Scott Morrison hat zudem Kritik an telefonischen Absprachen mit US-Präsident Donald Trump in Zusammenhang mit den Nachforschungen Muellers zurückgewiesen. Trump habe ihn in dem Telefonat um einen „Kontaktpunkt“ zwischen australischer Regierung und US-Justizminister William Barr gebeten, sagte Morrison am Mittwoch im Fernsehsender Sky News. „Das habe ich gern gemacht - auf der Grundlage, dass das etwas war, wozu wir uns ohnehin schon verpflichtet hatten.“

Morrison selbst bezeichnete das Telefonat als „ziemlich ereignislose Unterhaltung“. Trump habe nur eine „ziemlich höfliche Bitte geäußert“. Weiter sagte der australische Premier: „Es wäre ehrlich gesagt überraschender gewesen, wenn wir uns entschieden hätten, nicht zu kooperieren. Wir haben gewiss nichts zu verbergen."

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Australien: Keine Freigabe der Details zur Russland-Untersuchung

Interne Regierungsdokumente in Zusammenhang mit der Russland-Untersuchung zur US-Wahl 2016 dürfte Australien dennoch nicht offenlegen. Regierungschef Scott Morrison sagte weiter, es wäre sehr ungewöhnlich, wenn seine Regierung die Korrespondenzen des australischen Diplomaten Alexander Downer an die USA weitergäbe. Downer war mitverantwortlich dafür, dass das FBI in den USA Ermittlungen zu der Frage aufnahm, ob Russland die US-Wahl 2016 beeinflusste und ob das Wahlkampfteam von Donald Trump darüber Bescheid wusste.

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Trump verurteilte die Russland-Untersuchung als politisch motivierten Versuch, ihm zu schaden. Die Ermittlungen sind zwar mittlerweile abgeschlossen, Trumps Justizminister William Barr soll aber seinerseits untersuchen, wie die Untersuchung zustande kam. Trump bat dafür auch Morrison und andere Staats- und Regierungschefs um Unterstützung. Morrison sagte, er habe seine grundsätzliche Bereitschaft zur Kooperation zugesichert. Er werde aber sicherlich nichts tun, was die nationale Sicherheit Australiens gefährde.

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RND/AP/dpa/cz

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