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Polizist hielt Rede bei Corona-Demo – Affäre weitet sich aus

  • Ein Polizist aus Hannover hatte am vergangenen Sonntag eine Rede bei einer Corona-Demo in Dortmund gehalten.
  • Nachdem der Beamte bereits suspendiert worden war, wurde nun bekannt, dass er auch mit Sicherheitskonzepten für jüdische Einrichtungen befasst war.
  • Die Polizei Hannover lässt diese Sicherheitskonzepte jetzt überprüfen.
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Ein Polizist aus Hannover, der am vergangenen Wochenende eine Rede bei einer Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund gehalten hatte und daraufhin vom Dienst suspendiert wurde, war mit der Sicherheitsplanung für jüdische Gemeinden betraut. Das berichtete die “Neue Presse” aus Hannover am Mittwoch. Der Beamte sei für die Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen einer jüdischen Einrichtung zuständig gewesen. Aus Kreisen jüdischer Gemeinden sei das mit großer Sorge betrachtet worden. Auch der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) äußerte sich am Mittwoch besorgt, nachdem die Organisation von der Tätigkeit des Beamten erfahren hatte.

Bei den Demonstrationen gegen Corona-Schutzmaßnahmen spielen auch in Dortmund Verschwörungserzählungen immer wieder eine große Rolle. Viele Verschwörungserzählungen zur Corona-Pandemie weisen mindestens Parallelen zu antisemitischen Weltverschwörungserzählungen auf, die bereits zur Rechtfertigung der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten herangezogen wurden.

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Polizei sucht Dialog mit jüdischen Gemeinden

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Die Polizeidirektion Hannover hat dem Bericht der “Neuen Presse” zufolge nun weitere Konsequenzen gezogen. Neben der einstweiligen Suspendierung des Beamten kündigte sie eine Überprüfung der auf seiner Expertise basierenden Sicherheitskonzepte durch eine unabhängige Stelle an.

“Die Polizeidirektion Hannover nimmt den jüngsten Sachverhalt in Dortmund zum Anlass, die auf den Überprüfungen fußenden Sicherheitskonzepte von einer unabhängigen Stelle prüfen zu lassen”, sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe der Zeitung. Darüber hinaus würden mit allen jüdischen Gemeinden in ihrem Zuständigkeitsbereich persönliche Gespräche geführt werden, “um einem möglichen Unsicherheitsgefühl aktiv entgegenzuwirken”.

RND/NP/feh

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