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Studie zu Rassismus in Polizei: BDK-Chef findet Seehofer-Vorschläge bedenklich

  • Bundesinnenminister Horst Seehofer hat letztlich nachgegeben: Es soll eine Studie zu Rassismus in der Polizei geben.
  • Doch sie soll darüber hinausgehen und auch Probleme im Alltag der Beamten untersuchen.
  • Der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter hat Bedenken, was die Wissenschaftsfreiheit anbelangt.
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Berlin. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, hat grundlegende Bedenken an einer Studie zu Rassismus in der Polizei nach den Vorstellungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). „Eigentlich muss es doch so sein, dass der Bundesinnenminister eine Problembeschreibung abliefert und die Wissenschaftler sagen, wie sie das gerne untersuchen wollen“, sagte Fiedler am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

„Wenn das ganze Thema jetzt so ein bisschen umgekehrt wird und Horst Seehofer jetzt schon sehr präzise den Rahmen vorgibt, habe ich schon grundlegende Bedenken was die Wissenschaftsfreiheit angeht.“

Fiedler: Ziel muss Stärkung der Polizei sein

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Außerdem betonte er, das Ziel der Studie müsse es letztlich sein, die Polizei zu stärken. „Wir schützen die Kollegen vor Sportverletzungen, wir schützen diejenigen, die sogenannten Kinderpornografie bearbeiten vor seelischen Schäden, also müssen wir auch diejenigen, die in problematischen Bereichen arbeiten, davor schützen, Vorurteile herauszubilden und auf die Strategie der Rechten hereinzufallen.“

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Innenminister Seehofer hatte am Dienstag nach monatelangem Streit in der Koalition einer Studie zu Rassismus in der Polizei zugestimmt. Der CSU-Politiker besteht darauf, dass die Forscher gleichzeitig auch Schwierigkeiten und Frust im Alltag der Sicherheitsbeamten in den Blick nehmen.

RND/dpa

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