Polens Präsident droht mit Boykott von Holocaust-Gedenken

  • Israel hat zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Hauptredner einer Gedenkveranstaltung eingeladen.
  • Polens Präsident Andrzej Duda fordert nun, unmittelbar vor oder nach Putin in Yad Vashem reden zu dürfen.
  • Ansonsten werde er der Veranstaltung fernbleiben, kündigte der polnische Vize-Außenminister an.
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Der polnische Präsident Andrzej Duda hat gefordert, bei einer Veranstaltung in Israel zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz sprechen zu dürfen.

Es sei "unstatthaft", dass Duda nicht erlaubt werde, bei der für den 22. und 23. Januar geplanten Zeremonie an der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als Redner aufzutreten, sagte der stellvertretende Außenminister Pawel Jablonski am Dienstag. Wenn Duda nicht vor oder nach dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen dürfe, werde er der Veranstaltung fern bleiben.

Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat Putin als Hauptredner für die Veranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers durch die Sowjetarmee eingeladen. Deutschland hatte es während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Polen betrieben.


RND/cle/AP

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