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Unionskanzlerkandidat: Laschet wirbt in Polen für gute Beziehungen

  • CDU-Chef Armin Laschet ist zu Besuch in Polen.
  • Dort wirbt der Kanzlerkandidat für demokratische Werte.
  • Außerdem erinnert er an die Opfer des Warschauer Aufstands vor 77 Jahren.
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Düsseldorf, Warschau. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat in Warschau für eine engere Zusammenarbeit von Polen und Deutschland geworben. Nach einem Treffen mit Regierungschef Mateusz Morawiecki sagte er am Sonntag, beide bewege der Wille, Europa zu stärken. Das sei angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen wichtig. Morawiecki gehört der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) an.

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Laschet verliert laut Umfrage weiter in der Wählergunst
1:01 min
Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat einer Insa-Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter eingebüßt.  © dpa

Im Streit zwischen Brüssel und Warschau über umstrittene Justizreformen und die Einhaltung europäischen Rechts hofft Laschet auf eine Lösung. „Das Ziel muss es sein, den Konflikt, den es in der Rechtsstaatsfrage noch zwischen den Gerichten und den Institutionen gibt, pragmatisch aufzulösen”, forderte der 60-Jährige.

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Am Samstag war der Kanzlerkandidat der Union bereits mit Staatspräsident Andrzej Duda zusammengekommen. In Nordrhein-Westfalen leben rund 650.000 Menschen polnischer Herkunft.

Laschet besucht auch Museum des Warschauer Aufstands

Außerdem hat Laschet in Warschau an den Gedenkveranstaltungen zum 77. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands teilgenommen. „Das ist ein ganz besonderer Ort an einem ganz besonderen Tag, an dem man mit Entsetzen vor den Gräueltaten der Deutschen steht”, sagte er am Sonntag bei einem Besuch in Warschau. Dort besuchte er ein Museum, das der Erhebung gewidmet ist, und zündete eine Kerze an einer Wand mit den Namen gefallener Aufständischer an.

„Man kann nur aus der Geschichte lernen, um zu verhindern, dass so etwas je wieder passiert”, betonte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Das Museum, das 2004 eröffnet wurde, sei ein „europäischer Ort der Erinnerungskultur”. Es ging auf eine Initiative des damaligen Warschauer Stadtpräsidenten und späteren polnischen Präsidenten Lech Kaczynski (1949–2010) zurück.

Am 1. August 1944 hatte sich die Polnische Heimatarmee (Armia Krajowa) gegen die nationalsozialistischen Besatzer erhoben. Der Aufstand wurde binnen zwei Monaten niedergeschlagen, Warschau fast völlig zerstört. Laschet traf am Nachmittag mit Wanda Traczyk-Stawska, einer früheren polnischen Widerstandskämpferin, zusammen. Am Abend sollte er auf dem Friedhof für die Aufständischen einen Kranz niederlegen.

RND/dpa

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