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Migration über Belarus: Polens Grenzer nehmen 14 Kuriere fest

  • An der Grenze zu Weißrussland haben polnische Sicherheitsbeamte am Donnerstag 14 mutmaßliche Schleuser festgenommen.
  • Darunter sollen auch zwei Deutsche gewesen sein, die 34 Iraker in einem Lieferwagen über die Grenze brachten.
  • Insgesamt liegt die Zahl der festgenommen Kuriere seit Anfang des Monats bei mehr als 160 Personen.
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Warschau. Polens Grenzschutz hat in den vergangenen 24 Stunden 14 mutmaßliche Kuriere festgenommen, die Migranten beim Überqueren der Grenze zu Belarus geholfen haben sollen. Darunter seien auch zwei Deutsche, die in einem Lieferwagen 34 Iraker beförderten, sagte die Sprecherin des Grenzschutzes der Nachrichtenagentur PAP am Freitag. Die anderen Kuriere stammten den Angaben zufolge aus Polen, Syrien, Usbekistan, Italien, Rumänien, Georgien und dem Iran. Gegen alle werde wegen Beihilfe zur Organisation einer illegalen Grenzüberquerung ermittelt.

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

Laut Polens Grenzschutz gab es seit Anfang Oktober mehr als 12.000 Versuche einer illegalen Grenzüberquerung. In der Grenzregion Podlachie seien demnach bislang mehr als 160 Kuriere festgenommen worden, die mit Flüchtlingen unterwegs waren.

RND/dpa

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