Globales Abkommen zur Reduzierung von Plastikmüll macht Fortschritte

Eine Frau geht am Strand von Pantai Batu Buruk entlang, an dem Plastikmüll angespült wurde. Ein weltweites Abkommen zur Reduzierung des Plastikmülls kommt voran. Bei einer Konferenz in Genf präsentierten Ruanda und Peru am Mittwoch erstmals einen Resolutionsentwurf, mit dem die Verhandlungen im Frühjahr 2022 gestartet werden sollen. (Symbolbild)

Eine Frau geht am Strand von Pantai Batu Buruk entlang, an dem Plastikmüll angespült wurde. Ein weltweites Abkommen zur Reduzierung des Plastikmülls kommt voran. Bei einer Konferenz in Genf präsentierten Ruanda und Peru am Mittwoch erstmals einen Resolutionsentwurf, mit dem die Verhandlungen im Frühjahr 2022 gestartet werden sollen. (Symbolbild)

Genf. Plastikmüll soll mit Hilfe eines internationalen Abkommens bald möglichst nicht mehr in die Natur gelangen.

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Das von Deutschland und Partnerländern forcierte UN-Abkommen könnte in wenigen Jahren in Kraft treten, sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium in Berlin, am Donnerstag zum Abschluss einer Vorbereitungskonferenz in Genf.

75 Länder hätten ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. Der Startschuss dafür soll im Frühjahr 2022 bei einem Treffen der mehr als 190 Mitgliedsländer des UN-Umweltprogramms (UNEP) in Nairobi fallen.

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„Ja, in einer optimalen Welt wäre das Ziel, den Plastikmüll auf Null zu reduzieren“, sagte Flasbarth. Er verglich dies mit dem 1,5-Grad-Ziel der Pariser Klimakonferenz. Dort hatten die Teilnehmer beschlossen, die Klimaerwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Ruanda und Peru legten Resolutionsentwurf vor

Ruanda und Peru legten in Genf einen Resolutionsentwurf vor, mit dem die Verhandlungen im Frühjahr 2022 gestartet werden sollen. Sie schlagen als Ziele für das Abkommen unter anderem vor, Alternativen zu Plastik zu fördern und gesundheitsschädliche Plastikkomponenten zu regulieren. Ebenso müsse für ärmere Länder Geld bereit gestellt werden, damit sie ihren Teil zur Reduzierung von Plastik beitragen.

„Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagte Alois Vedder von der Umweltorganisation WWF der Deutschen Presse-Agentur. „Dieses Abkommen muss rechtsverbindlich und stark sein, es darf nicht zum Papiertiger werden.“ Die Konsequenzen eines halbherzigen Abkommens wären für die Meere verheerend. „Was ins Meer gelangt, bleibt dort Jahrhunderte.“

Seit den 50er Jahren sind nach Schätzungen weltweit mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert worden. 60 Prozent davon dürfte auf Müllhalden oder in der Natur gelandet sein, etwa in den Weltmeeren. Die US-Umweltorganisation Pew Charitable Trusts hat berechnet, dass sich die Plastikmenge, die jedes Jahr in Weltmeeren landet, ohne deutliche Eindämmung bis 2040 fast verdreifacht.

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RND/dpa

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