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Pflegekräfte: 53 Jahre Arbeit für Rente auf Höhe der Grundsicherung

  • In der Altenpflege steigt der Mindestlohn.
  • Doch nach wie vor sind die Beschäftigten in der Branche unterbezahlt
  • Das zeigen neue Berechnungen aus dem Arbeitsministerium.
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Berlin. Wer in der Pflege lediglich den Mindestlohn bekommt, müsste bei einer 35-Stunden-Woche 53 Jahre ununterbrochen arbeiten, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung von aktuell 814 Euro zu erhalten. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Bei einer 30-Stunden-Woche erhöht sich der Wert sogar auf 62 Jahre. Basis der Berechnungen ist der ab Juli gültige Mindestlohn für ungelernte Pflegekräfte von 11,60 Euro im Westen. Bei Einführung der Grundrente würde sich den Berechnungen zufolge die Dauer von 62 auf 36 Jahre beziehungsweise von 53 auf 35 Jahre reduzieren.

Die Linken-Pflegeexpertin Pia Zimmermann sagte dem RND, in der Pflege würden in den kommenden Jahren Hunderttausende Beschäftigte zusätzlich gebraucht. Deshalb seien gute und auskömmliche Löhne erforderlich.

“Nötig sind allgemeinverbindliche Tarifverträge, aber auch Mindestlöhne, die vor Armut im Alter und vor Armut trotz Arbeit sogar in Vollzeit schützen”, forderte sie. “Andernfalls steuern wir in der Altenpflege in eine Katastrophe”, warnte die Linken-Politikerin.

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