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Tschentscher will Verbot von großen Demonstrationen in Corona-Krise

  • Am Wochenende hatte es erneut Demonstrationen der „Querdenker“-Initiativen gegeben - wenn auch nicht mit ganz so vielen Teilnehmern wie vor gut einer Woche in Leipzig.
  • Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher fordert nun ein Verbot von großen Demonstrationen während der Corona-Krise.
  • Und er fordert ein konsequentes Vorgehen der Ordnungskräfte, sollten Anti-Corona-Regeln nicht eingehalten werden.
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Düsseldorf. Der Hamburger Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, große Demonstrationen während der Corona-Krise zu verbieten. „Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern, die auf engen Straßen und Plätzen zusammenkommen, sollten unter den derzeit schwierigen Pandemiebedingungen nicht genehmigt werden“, sagte der SPD-Politiker der Düsseldorfer „Rheinischen Post".

Ferner müsse bei Versammlungen jeglicher Art auf ausreichenden Abstand und das Tragen von Gesichtsmasken geachtet werden. „Werden die Vorgaben nicht eingehalten, müssen Polizei und Ordnungskräfte konsequent dagegen vorgehen und die Versammlungen auflösen“, sagte Tschentscher.

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Hunderte Querdenker demonstrieren in Frankfurt
1:05 min
Allgemein wird befürchtet, dass eine Radikalisierung der Corona-Demonstrationen stattfindet.  © Reuters
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In der Leipziger Innenstadt waren vor gut einer Woche rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straßen gegangen, viele missachteten die Vorgaben zum Tragen von Masken und Abstandhalten. Auch am zurückliegenden Wochenende hatten „Querdenker“-Initiativen in mehreren Städten protestiert, darunter Frankfurt am Main, Düsseldorf und Aachen.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen am Montagnachmittag erneut über die Corona-Situation beraten. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel kommen um 14 Uhr zu einer Videokonferenz zusammen. Bund und Länder hatten vor gut zwei Wochen für den November erneut weitgehende Beschränkungen beschlossen, um die Virus-Ausbreitung einzudämmen, und dabei auch verabredet, nach zwei Wochen eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten zuletzt 10.824 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in der Nacht zum Montag mitteilte. Das waren rund 2500 mehr als vor einer Woche. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg damit in Deutschland auf 801.327.

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62 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle stieg somit auf 12.547. In der Regel werden unmittelbar nach Wochenenden weniger neue Corona-Fälle an das RKI übermittelt als an den anderen Tagen.

RND/epd

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