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„Bin mit mir im Reinen“: Peter Altmaier zieht sich aus dem Bundestag zurück

  • Der scheidende Wirtschaftsminister reflektiert seine Zeit als Bundestagsabgeordneter.
  • Bis zur Wahl eines neuen Kanzlers wird Altmaier jedoch noch auf der Regierungsbank Platz nehmen.
  • Auch danach will er weiter öffentlich Position beziehen.
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Berlin. Während der konstituierenden Sitzung des Bundestages hat der inzwischen nur noch geschäftsführende Wirt­schafts­minister Peter Altmaier Bilanz über seine parlamentarische Tätigkeit gezogen.

Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) äußerte sich Altmaier zufrieden über die vergangenen knapp 30 Jahre: „Ich bin mit mir und mit meiner Arbeit im Reinen.“ Der 63-Jährige gehörte dem Bundestag seit 1994 an. Im Interview beschreibt sich Altmaier als „Parlamentarier mit Herz und Seele“.

Vor zwei Wochen hatten er und seine saarländische Kollegin Annegret Kramp-Karrenbauer überraschend verkündet, auf ein weiteres Mandat im Bundestag zu verzichteten. Auch am Dienstag bekräftigte Altmaier noch einmal diese Entscheidung: „Ich bin froh, dass ich aus eigenen Stücken und freiwillig den Platz für jüngere Politikerinnen und Politiker frei mache.“

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Altmaier nach Rückzug aus dem Bundestag: „Bin mit mir im Reinen“
4:01 min
CDU-Politiker Peter Altmaier verzichtet auf einen Sitz im Bundestag. Über seine Beweggründe und seine Anfänge spricht er im RND-Interview.  © RND

Der geschäftsführenden Regierung unter Kanzlerin Merkel wird Altmaier allerdings als Wirtschaftsminister noch bis zur Wahl eines neuen Kanzlers angehören.

Demokratische Mitte ist gestärkt

Gerade zu Beginn seiner Abgeordnetentätigkeit sei der Ton in der Debatte deutlich rauer gewesen. Seither habe es große Fortschritte bei der überparteilichen Zusammenarbeit gegeben, sagte Altmaier. „Insbesondere nach dem Umzug von Bonn nach Berlin hat sich der Bundestag neu definiert.“

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Die demokratische Mitte sei seither deutlich gestärkter. Altmaier selbst übernahm 2012 das Amt des Umweltministers von Norbert Röttgen. Es folgten Positionen als Chef des Bundeskanzleramtes und zuletzt als Wirtschaftsminister.

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Von den zahlreichen jungen Kollegen und Kolleginnen im neuen Parlament forderte Altmaier viel Engagement und erinnerte noch einmal an das freie Mandat jedes einzelnen Abgeordneten: „Ich halte es für wichtig, dass man mit dem Einzug in den Bundestag seine geistige und persönliche Selbstständigkeit behält.“

Durch den Rückzug aus dem Bundestag verspricht sich Altmaier mehr Zeit für das Private, will aber auch die Rolle des Elder Statesman wahrnehmen. „Ich werde nicht vollständig aus der Wahrnehmung der Menschen verschwinden“, sagte Altmaier. Auch zu grundlegenden Fragen, die nicht zur Tagespolitik gehören, wolle er sich weiterhin öffentlich positionieren.

RND/dre

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