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Teil der Nazi-Propaganda

Perus Kabinettschef lobt Hitlers Autobahnen – und erntet Empörung

Auf diesem vom peruanischen Präsidentenamt zur Verfügung gestellten Bild spricht Anibal Torres (M.), Kabinettschef von Peru, während einer Pressekonferenz. Torres hat mit Äußerungen zum angeblichen Verdienst von Hitler um den deutschen Straßenbau im April 2022 für Empörung gesorgt. (Archivbild)

Huancayo. Der peruanische Kabinettschef Anibal Torres hat mit Äußerungen zum angeblichen Verdienst von Adolf Hitler um den deutschen Straßenbau für Empörung gesorgt.

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„Ohne Infrastruktur kann sich ein Land nicht entwickeln. Ein Beispiel: Italien und Deutschland waren genau wie wir. Aber einmal besucht Adolf Hitler Norditalien und Mussolini zeigte ihm eine Autobahn zwischen Mailand und Brescia. Hitler hat das gesehen, kehrte in sein Land zurück und baute Autobahnen und Flughäfen. Damit hat er Deutschland zur ersten Wirtschaftsmacht der Welt gemacht“, sagte der Kabinettschef am Donnerstag bei einer Rede in Huancayo.

Dass Hitler die deutsche Autobahn erfunden habe, war Teil der Propaganda der Nationalsozialisten und wird bis heute genutzt, um die Verbrechen während der Nazi-Diktatur zu relativieren. Tatsächlich wurde die erste Autobahn in Deutschland bereits 1932 vom damaligen Kölner Bürgermeister und späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer eingeweiht. Die Pläne für ein Autobahnnetz in Deutschland wurden Ende der 1920er Jahre vom Verein zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte–Frankfurt–Basel (HaFraBa) entworfen.

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„Kabinettschef Torres lobt eine Figur wie Hitler, einen Völkermörder, verantwortlich für den Holocaust, und beschreibt ihn als ein Vorbild bei der Entwicklung des Landes“, schrieb die Zeitung „El Comercio“. Der Journalist Fernando Carvallo sagte im Radiosender RPP: „Fällt ihm nichts Besseres ein, als Hitler als Visionär darzustellen? Das ist eine Beleidigung, er sollte um Verzeihung bitten.“

RND/dpa

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