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Pentagon widerspricht Trump: Werden keine Kulturstätten angreifen

Mark Esper (rehcts), Verteidigungsminister der USA und US-Außenminister Mike Pompeo

Washington. Das Pentagon hat sich von der Drohung des US-Präsidenten Donald Trump distanziert, im Falle iranischer Angriffe auf US-Ziele auch bedeutende Kulturstätten im Iran zu attackieren. „Wir werden die Gesetze des bewaffneten Konflikts befolgen“, hieß es bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Verteidigungsminister Mark Esper und Generalstabschef Mark Milley am Montag (Ortszeit).

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Auf die Frage, ob dies den Angriff auf Ziele mit kultureller Bedeutung ausschließe, hieß es weiter: „Das sind die Gesetze des bewaffneten Konflikts.“ In einer vom US-Verteidigungsministerium verbreiteten Mitschrift wurden die Zitate Generalstabschef Mark Milley zugeschrieben. Mehrere US-Medien sprachen sie allerdings Verteidigungsminister Mark Esper zu.

Trumps Drohung

Trump hatte am Samstag mit Angriffen auf Dutzende iranische Ziele gedroht, darunter auch kulturell bedeutende Orte. Die Drohung des Republikaners sorgte im In- und Ausland für Entrüstung. Er reagierte damit auf Vergeltungsdrohungen aus Teheran wegen der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani bei einem US-Angriff im Irak in der Nacht zu Freitag.

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In seinem Tweet hatte Trump von 52 potenziellen Ziele im Iran gesprochen, sollte Teheran Vergeltung üben. Einige davon seien sehr bedeutend und wichtig für den Iran und die iranische Kultur. Die „New York Times“ berichtete unter Bezug auf einen namentlich nicht genannten Regierungsbeamten hingegen, dass es sich bei diesen Zielen nicht um Kulturstätten handele.

Am Sonntagabend hatte Trump seine Drohung dann bekräftigt. Der Iran töte Amerikaner, foltere sie und sprenge sie mit Bomben in die Luft – „und wir sollen ihre Kulturstätten nicht anrühren dürfen? So funktioniert das nicht“, sagte Trump nach Angaben von Journalisten.

Trauerzeremonie in Soleimanis Heimatstadt vor Beisetzung

In der Heimatstadt des von den USA getöteten iranischen Topgenerals Ghassem Soleimani haben sich vor dessen Beisetzung Tausende Trauernde versammelt.

RND/dpa

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