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Als erster Minister im Biden-Kabinett: Pentagon-Chef Austin besucht Deutschland

  • Die militärischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA waren schon einmal besser.
  • Grund sind vor allem die aus US-Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands.
  • Nun besucht US-Verteidigungsminister Austin als erstes Mitglied der Biden-Regierung Berlin.
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Washington. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin reist als erster Minister im Kabinett des neuen US-Präsidenten Joe Biden nach Deutschland. Dort werde er sich mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem außen- und sicherheitspolitischen Berater der Bundeskanzlerin, Jan Hecker, treffen, teilte das Pentagon am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Das deutsche Verteidigungsministerium erklärte, Austin werde am Dienstag mit militärischen Ehren empfangen. Und: „Deutschland und die USA verbindet eine lange, intensive und gewachsene Partnerschaft und Freundschaft. In einer Vielzahl an Einsätzen stehen amerikanische und deutsche Soldatinnen und Soldaten Seite an Seite.“

Austin will in Deutschland stationierte US-Truppen treffen

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In den Gesprächen werden sich Austin und Kramp-Karrenbauer zu den aktuellen Herausforderungen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik austauschen, wie das Verteidigungsministerium weiter mitteilte. Genannt wurden Entwicklungen in der Nato, das transatlantische Verhältnis, das Engagement im Indo-Pazifik, die Lage zwischen Russland und der Ukraine und konkrete Fragen zu Einsätzen im Ausland, insbesondere in Afghanistan. Zuerst hatte der „Spiegel“ davon berichtet.

Austin will laut Pentagon in Deutschland auch US-Truppen sowie die Kommandozentralen für Einsätze in Europa und Afrika besuchen. Bei den Treffen mit „einem unserer engsten Nato-Partner“ gehe es unter anderem um die Bekämpfung des Einflusses gemeinsamer Rivalen und die Aufstellung des US-Militärs in Deutschland, erklärte das US-Verteidigungsministerium weiter. Unter dem inzwischen abgewählten Präsidenten Donald Trump wollte die US-Regierung einen Teil der US-Truppen in Deutschland abziehen; das Vorhaben wurde jedoch von Biden zunächst gestoppt. Kritik und Drohungen aus Washington gab es zuletzt immer wieder wegen der dort als zu gering bewerteten deutschen Verteidigungsausgaben.

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Deutschland wird nur eine Station einer mehrtägigen Reise Austins sein, die am Samstag beginnen soll. Zunächst will er Israel besuchen, wo er unter anderem mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Benjamin Gantz zusammentreffen will. Nach dem Besuch in Deutschland steht dann eine Visite in Brüssel an, wo er Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg treffen will. Zum Abschluss will er in Großbritannien seinen Amtskollegen Ben Wallace treffen.

RND/dpa

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