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Pegasus-Software: Französische Spezialeinheiten starten Untersuchung - auch Macron ausgespäht?

  • Nach den Vorwürfen gegen die Überwachungssoftware Pegasus des israelischen Anbieters NSO ermittelt nun die Pariser Staatsanwaltschaft.
  • Zwei Journalisten hatten eine Anzeige erstattet.
  • Bei den Untersuchungen soll es unter anderen um den Vorwurf der betrügerischen Gewinnung, Weitergabe von Daten und ein Angriff auf die Privatsphäre gehen.
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Paris. Nach neuen Medien-Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus des israelischen Anbieters NSO hat die Pariser Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet. Grund sei eine Anzeige von zwei Journalisten und der Verlagsgesellschaft der Online-Plattform „Mediapart“, wie Staatsanwalt Rémy Heitz am Dienstag in Paris mitteilte.

Die Untersuchung werde von einer Spezialeinheit der Polizei für Kriminalität in der Informations- und Kommunikationstechnik geführt. Dabei gehe es unter anderem um den Vorwurf der betrügerischen Gewinnung und Weitergabe von Daten. Auch ein Angriff auf die Privatsphäre sei Thema.

Oppositionelle und Reporter ausgespäht

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„Mediapart“ hatte berichtet, die Mobiltelefone von zwei Journalisten seien im Zeitraum 2019 bis 2020 von der Pegasus-Software ins Visier genommen wurden - dahinter stünden marokkanische Geheimdienste, lautete der Vorwurf. „Mediapart“ hatte nach den Enthüllungen ankündigt, Anzeige zu stellen. Zu den Vorwürfen gegen Marokko äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht.

Laut Medienberichten sind mit der Überwachungssoftware noch stärker als gedacht Oppositionelle und Reporter ausgespäht worden. So seien auf 37 Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen sowie Geschäftsleuten Spuren erfolgreicher oder versuchter Angriffe entdeckt worden, hatte ein internationales Journalistenkonsortium in einer Serie von Artikeln berichtet. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll nach Informationen der Zeitung „Le Monde“ ausgespäht worden sein.

Pegasus nutzt Sicherheitslücken in Smartphone-Software, um weitreichenden Zugriff auf Daten zu erlangen. NSO wies die Vorwürfe zurück und bestritt einzelne Details aus den Berichten.

An dem Journalistenkonsortium sind auch die „Süddeutsche Zeitung“, NDR, WDR und die „Zeit“ beteiligt. Nach ihrer Darstellung legen die Recherchen des „Pegasus-Projekts“ nahe, dass Hunderte Journalisten, Menschenrechtler, Oppositionelle und Politiker ausgewählt wurden, um sie mit der Spionagesoftware zu überwachen.

So stünden die Nummern von mehr als 180 Journalistinnen und Journalisten aus verschiedenen Ländern auf der Liste. „Le Monde“ zufolge fanden sich in der Liste rund 30 Journalisten und Chefs von Medienunternehmen in Frankreich.

RND/dpa

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