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Parteivorsitz: Oettinger plädiert für neue CDU-Regionalkonferenzen

  • Die CDU diskutiert weiter über das Vorgehen bei der Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer an der Parteispitze.
  • Der frühere EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger spricht sich für einige Regionalkonferenzen aus, bei denen sich die Kandidaten vorstellen sollen.
  • Eine Doppelspitze will er auf keinen Fall.
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Stuttgart/Berlin. Angesichts der Personaldebatten in der CDU drängt der frühere EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger auf eine neue Runde von Regionalkonferenzen in seiner Partei. Bis zu einem Parteitag zur Klärung des Parteivorsitzes schlug er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vier bis sechs Veranstaltungen vor, auf denen sich die Kandidaten präsentieren - “anstatt dass wir einen Wildwuchs von Veranstaltungen haben von Kandidaten, die einzeln auftreten”.

Im späten Frühjahr dann - "nicht hektisch, aber in absehbarer Zeit" - sollte ein neuer CDU-Parteichef auf einem Parteitag gewählt werden. Oettinger nannte Ende Mai oder Juni dafür. Der frühere Baden-Württemberger Ministerpräsident warnte vor einer Hängepartie: "Wenn sich das Ganze bis zum regulären Parteitag im Dezember in Stuttgart hinzieht, ist die Zahl der Tage lange und die Gefahr der Verletzungen hoch." Ein Kanzlerkandidat könnte dann aber erst zum Jahreswechsel zwischen CDU und CSU gefunden werden.

Oettinger für Teamlösung, aber gegen Doppelspitze

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Nach dem Rückzug von Kanzlerin Angela Merkel von der Parteispitze hatten sich 2018 die damaligen Nachfolgekandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn in einer Serie von Regionalkonferenzen der Parteibasis vorgestellt. Kramp-Karrenbauer hatte sich am Ende durchgesetzt. Anfang vergangener Woche hatte sie ihren Rückzug angekündigt

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Oettinger ist zwar für eine sogenannte Teamlösung, aber keinesfalls für eine Doppelspitze wie bei den Grünen oder der SPD. "Politik braucht Erkennbarkeit. Wir haben ja nicht zwei Kanzler, wir haben ja nicht zwei Wirtschaftsminister. Auch eine Partei braucht eine Person, auf die sich das öffentliche Interesse zuallererst ausrichtet."

RND/dpa

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