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Antisemitische Verschwörungstheorie: Trump-Unterstützerin fliegt von Rednerliste

  • Eigentlich soll Mary Ann Mendoza am Dienstagabend beim Parteitag der US-Republikaner für ein schärferes Vorgehen gegen illegale Migranten werben.
  • Doch die Trump-Unterstützerin fliegt kurzfristig von der Rednerliste - wegen eines Tweets.
  • Darin verbreitet sie antisemitische Verschwörungstheorien.
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Washington. Nach der Weiterverbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien auf Twitter ist eine Sprecherin beim Parteitag der US-Republikaner Medienberichten zufolge von der Rednerliste gestrichen worden. Der Sender CNN und die "Washington Post" berichteten, Mary Ann Mendoza werde am Dienstagabend (Ortszeit) nicht auftreten. Mendoza ist die Mutter eines getöteten Polizisten, der nach Angaben des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump von einem vorbestraften illegalen Migranten unter Alkoholeinfluss überfahren wurde.

Mendoza hatte ihre mehr als 40.000 Twitter-Follower am Dienstag aufgefordert, einen von ihr weiterverbreiten Twitter-Thread zu lesen, bei dem es nach einem Bericht der Nachrichtenseite „Daily Beast“ um eine jüdische Verschwörung zur Versklavung der Welt ging. Sie löschte ihren Tweet später. In einem weiteren Tweet schrieb sie, sie habe einen sehr langen Thread weiterverbreitet, ohne die Nachrichten dort im Einzelnen zu lesen. Sie entschuldige sich dafür. „Das spiegelt in keiner Weise meine Gefühle oder persönlichen Gedanken wider.“ Mittlerweile kann man ihre Twitter-Seite nicht mehr einsehen.

Peinlich für Trumps proisraelische Politik

Für Trumps Wahlkampfteam ist der Vorfall peinlich, weil sich beim Republikaner-Parteitag am Dienstagabend auch Außenminister Mike Pompeo mit einer aufgezeichneten Botschaft aus Jerusalem zu Wort melden will. Trump will mit seiner proisraelischen Politik besonders bei evangelikalen Christen punkten, die zu seinen wichtigsten Unterstützern gehören. Mendoza sollte Trumps Ziel eines schärferen Vorgehens gegen illegale Migranten unterstützen, was zu seinen zentralen Wahlkampfversprechen gehört.

RND/dpa

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