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CSU stimmt gegen Gender-Pflicht – Bayern für Söder „kein Umerziehungsstaat“

  • CSU-Chef Markus Söder hat sich auf dem CSU-Parteitag am Freitag gegen eine Gender-Pflicht ausgesprochen.
  • Bayern sei ein Freistaat und „kein Umerziehungsstaat“, sagte er.
  • Auch die große Mehrheit der CSU-Mitglieder stimmte für einen Antrag zur Beibehaltung der herkömmlichen Sprache.
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Nürnberg. CSU-Chef Markus Söder hat sich beim Parteitag in Nürnberg gegen einen Zwang zur Nutzung geschlechtsneutraler Begriffe in der deutschen Sprache ausgesprochen. „Wir als CSU akzeptieren kein Gender-Gesetz und keine Gender-Strafzettel“, sagte Söder am Freitag in Nürnberg. „Wir sind ein Freistaat und kein Umerziehungsstaat, bei uns zählt der gesunde Menschenverstand“, sagte der bayerische Ministerpräsident. Es dürfe nicht sein, dass etwa Studierende schlechtere Noten erhalten, weil sie sich weigern, in Studienarbeiten das sogenannte Gendersternchen zu benutzen. Er habe seinen Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) angewiesen, dies sicherzustellen.

Zustimmung erhielt Söder später aus den eigenen Reihen. Die CSU-Mitglieder sprachen sich auf dem Parteitag mit großer Mehrheit gegen eine Verpflichtung zur Nutzung einer geschlechtsneutralen Sprache aus. „Die krampfhafte Wortwahl der Gender-Sprache hat in Behörden und Bildungseinrichtungen zu unterbleiben“, heißt es in einem Antrag, der von den Delegierten am Freitag mit großer Mehrheit von mehr als 96 Prozent angenommen wurde.

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„Die politisch indoktrinierten, künstlichen Auswüchse gendermoralistischer Sprachakrobatik“ seien abzulehnen, solange sie sich nicht von unten nach oben in der Gesellschaft durchsetzten, sondern von einzelnen Institutionen oder Medienanstalten auferlegt würden, heißt es in dem Antrag, den der Vorsitzende der Jungen Union in Bayern, Christian Doleschal, eingebracht hatte.

RND/dpa

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