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  • Parteien im „Quarks“-Klimaschutz-Ranking: FDP-Anhänger empört über WDR-Wissenschaftsredaktion

Vom Gewinner zum Verlierer degradiert: FDP-Anhänger regen sich über WDR-Wissenschaftsredaktion auf

  • Die WDR-Wissenschaftsredaktion hat die Klimaziele der Parteien analysiert.
  • Dabei wird die FDP zunächst zum Spitzenreiter gekürt und dann auf den vorletzten Platz verbannt.
  • Darüber regt sich Unmut im Netz.
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Berlin. Welche Partei hat die ambitioniertesten Klimaziele? Das fragte die WDR-Wissenschaftssendung „Quarks“ und rankte die Parteien nach einer Analyse der Wahlprogramme. In einem Video wird mit den Worten „Ja, wir waren auch überrascht“ die FDP auf den ersten Platz gewählt, gefolgt von den Linken und den Grünen.

Dann jedoch wird erklärt, dass die im Wahlprogramm geplanten FDP-Maßnahmen zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung führen würden.

Nur die AfD kommt am Ende hinter der FDP

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Die FDP wird dann auf den vorletzten Platz verbannt – nur noch gefolgt von der AfD, die als einzige Partei Klimaschutz nicht als Ziel formuliert.

Bei Twitter kursiert ein Ausschnitt aus dem Video.

Viele Menschen regen sich darüber auf und wittern hinter der Entthronung parteipolitische Interessen.

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Schaut man sich jedoch das gesamte Video an, muss man den Vorwurf relativieren. Denn auch mit den anderen Parteien geht das Duo nicht zimperlich um: So werden die Grünen dafür abgestraft, dass sie für ihre im Wahlprogramm formulierten Ziele ein laut WDR-Redaktion zu geringes Budget angeben. Bei der FDP drehe sich alles um den Emissionshandel. Der Versuch, Emissionen allein über den Preis von CO₂ zu senken, hätte drastische Konsequenzen, heißt es im Video.

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Benzin müsste teurer als 2 Euro pro Liter werden

Benzin müsste so teuer werden, dass die Menschen auf das Autofahren verzichten. Von mindestens 2 Euro pro Liter ist die Rede. Und für Kohlekraftwerke würden die Kosten so hoch, dass sie unverzüglich vom Netz gingen. Allein, weil dadurch natürlich massiv in kurzer Zeit CO₂ eingespart werden würde, landet die FDP überhaupt zunächst auf dem ersten Platz. Da so ad hoc noch nicht genügend erneuerbare Energien zum Ausgleich bereitstünden – so die Argumentation der Moderatorinnen –, wäre eine „massive Stromversorgungslücke“ die Folge.

Die vollständige Auswertung der Quarks-Redaktion ist hier im Wortlaut zu finden oder hier als komplettes Video:

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Die zunächst drastisch wirkende Entscheidung, den Spitzenreiter nachträglich auf den vorletzten Platz zu verbannen, begründen die Journalistinnen damit, dass der CO₂-Preis die einzige und zugleich zweifelhafte konkrete Klimaschutzmaßnahme im Wahlprogramm der FDP sei. Es war aber wohl nicht feinsinnig, die Partei dann überhaupt erst auf den ersten Platz zu setzen.

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