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  • Papst Franziskus soll deutschen Erzbischof Georg Gänswein beurlaubt haben

Vatikan-Gerücht: Papst Franziskus beurlaubt Benedikts Privatsekretär Gänswein

  • Im Vatikan zeichnet sich ein Beben ab.
  • Es gibt Gerüchte, dass Papst Franziskus den deutschen Kurienerzbischof Georg Gänswein beurlaubt hat.
  • Pikant: Gänswein ist Präfekt des Päpstlichen Hauses und außerdem Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI.
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Rom. Er fehlte zuletzt bei Besuchen ausländischer Politiker und auch bei der Generalaudienz wurde er nicht gesichtet: Der deutsche Kurienerzbischof Georg Gänswein soll nach einem Medienbericht von seinem Amt als Präfekt des Päpstlichen Hauses beurlaubt worden sein.

Papst Franziskus habe ihn auf "unbestimmte Zeit" freigestellt, berichtete die katholische Zeitung "Die Tagespost" am Mittwoch unter Berufung auf Quellen im Vatikan. Weder der Vatikan noch Gänswein selbst äußerten sich zunächst dazu.

Gänswein ist Präfekt des Päpstlichen Hauses und außerdem Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Seit dem Skandal um eine Buchveröffentlichung und den umstrittenen Beitrag Benedikts zum Zölibat wurde seine Doppelrolle jedoch erneut in Frage gestellt.

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Vor Aufweichen des Zölibats gewarnt

Benedikt war im Januar als Co-Autor des Buches "Des profondeurs de nos cœurs" ("Aus den Tiefen unserer Herzen") aufgetreten. Darin warnte er zusammen mit dem konservativen Kardinal Robert Sarah vor einem Aufweichen der Ehelosigkeit von Priestern. Das war als Affront gegenüber Franziskus gesehen worden.

Gänswein sprach später zwar von einem Missverständnis und dass Benedikt nie als Co-Autor auftreten wollte. Doch Franziskus soll dennoch wütend gewesen sein.

Der Präfekt des Päpstlichen Hauses ist vor allem für die Besuche und Audienzen von Papst Franziskus zuständig. So empfängt er Staatsoberhäupter und Politiker aus dem Ausland und koordiniert alle Besuche.

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Gänswein soll sich mehr um Benedikt kümmern

Nach dem Streit um die Buchveröffentlichung war der 63 Jahre alte Gänswein bei mehreren Besuchen jedoch nicht gesichtet worden, was Spekulationen ausgelöst hatte. Auch am Mittwoch bei der Generalaudienz fehlte er.

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Er bleibe als Leiter der Präfektur im Amt, schrieb "Die Tagespost", er sei aber freigestellt, um Benedikt mehr Zeit widmen zu können.

Der Vatikan reagierte Mittwochnachmittag. Die Aufgaben Gänsweins als Präfekt des Päpstlichen Hauses seien neu organisiert worden. Gänswein sei aber nicht von dem Amt suspendiert worden, sagte Vatikansprecher Matteo Bruni der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe keine Informationen dieser Art."

Es habe aber eine "gewöhnliche Umverteilung verschiedener Pflichten und Funktionen des Präfekten des Päpstlichen Hauses gegeben, die auch die Rolle des Privatsekretärs des emeritierten Papstes betreffen."

Benedikt hatte den gebürtigen Schwarzwälder noch zu seinen Amtszeiten 2012 zum Präfekten gemacht. Nach dem historischen Rücktritt des deutschen Papstes im Februar 2013 blieb Gänswein auch für Franziskus in der Rolle tätig.

Doch Gänswein lebte hinter den Mauern des Kirchenstaates mit dem emeritierten Papst zusammen und hielt dessen Erbe hoch.

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RND/cle/dpa

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