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Papst Franziskus nach Missbrauchsgutachten: Gesetze müssen streng angewendet werden

Papst Franziskus hat sich nach Veröffentlichung der Münchener Missbrauchsgutachtens geäußert. (Archivbild)

Papst Franziskus hat sich nach Veröffentlichung der Münchener Missbrauchsgutachtens geäußert. (Archivbild)

Rom. Nach der Veröffentlichung des Münchener Missbrauchsgutachtens hat Papst Franziskus eine strenge Anwendung der Gesetzgebung im Kampf gegen Missbrauch in der Kirche befürwortet. „Die Kirche treibt mit der Hilfe Gottes die Verpflichtung voran, den Opfern von Missbrauch durch unsere Mitglieder gerecht zu werden, indem mit besonderer Aufmerksamkeit und Strenge die vorgesehene kanonische Gesetzgebung angewandt wird“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag beim Empfang von Vertretern der Glaubenskongregation im Apostolischen Palast. Die vatikanische Behörde beschäftigt sich auch mit dem Thema Missbrauch.

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Missbrauchsgutachten: Papst Benedikt schwer belastet

Eine Münchner Anwaltskanzlei hat Fälle sexuellen Missbrauchs im Erzbistum München und Freising aufgearbeitet und erhebt Vorwürfe gegen den emeritierten Papst.

Vatikan will Gutachten genau studieren

Franziskus nahm in seiner Ansprache nicht direkt Bezug auf das am Donnerstag von der Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl in München vorgestellte Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Erzbistum München und Freising. Der Vatikan teilte am Donnerstag mit, das Gutachten genau studieren zu wollen. Darin wird auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. mit vier Fällen von Fehlverhalten im Umgang mit Missbrauchsfällen in seiner Zeit als Erzbischof in der Diözese belastet.

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Papst sieht „wichtigen Schritt, um Gerechtigkeit wiederherzustellen“

Franziskus verwies in seiner Rede vor den Vertretern auf die zurückliegende Anpassung der Normen, wodurch Kirchenvertreter, die jeglicher Art des Missbrauchs überführt werden, einfacher zur Rechenschaft gezogen werden können. „Dies allein kann nicht reichen, um das Phänomen einzudämmen, aber es bildet einen wichtigen Schritt, um Gerechtigkeit wiederherzustellen, den Skandal wiedergutzumachen und einen Täter zu ändern“, erklärte der 85-Jährige weiter.

RND/dpa

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