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„Pandora Papers“: Vorwürfe gegen Tschechiens Premier Babis werden von Polizei geprüft

  • Die geleakten Steuerdaten der „Pandora Papers“ belasten den Ministerpräsidenten Tschechiens, Andrej Babis.
  • Die tschechische Polizei will den Vorwürfen nun nachgehen.
  • Babis sagt, dass bei dem verdächtigen Immobilienkauf alles mit richtigen Dingen zugegangen sei.
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Prag. Die tschechische Polizei hat angekündigt, die neuen Veröffentlichungen aus den sogenannten „Pandora Papers“ auf mögliche Rechtsverstöße zu überprüfen.

Dies betreffe nicht nur Ministerpräsident Andrej Babis, sondern auch alle weiteren erwähnten Bürger des Landes, teilte die Nationale Zentrale für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen am Montag mit. Weitere Informationen werde man zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekanntgeben.

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„Pandora Papers“: Die geheimen Geschäfte von Politikern und Prominenten
1:43 min
Ein neues Steueroasen-Leak des internationalen Recherchenetzwerks ICIJ belastet hunderte Politiker und andere Entscheidungsträger weltweit.  © AFP
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Zahlreiche Politiker und Prominente aus aller Welt sollen nach Angaben eines internationalen Journalisten-Netzwerks Vermögen „mithilfe von intransparenten Trusts, Stiftungen und Briefkastenfirmen“ angelegt haben.

Babis soll demzufolge im Jahr 2009 ein Landgut in Frankreich für 15 Millionen Euro gekauft haben. Der Kaufpreis sei „über Briefkastenfirmen in Washington, Monaco und den Britischen Jungferninseln nach Frankreich“ geflossen, hieß es in der „Süddeutschen Zeitung“.

Die neuen Vorwürfe treffen den Multimilliardär und Gründer der populistischen Partei ANO kurz vor der Parlamentswahl am Freitag und Samstag. Er selbst wies die Anschuldigungen zurück.

„Das waren meine Gelder“, sagte er im Fernsehsender Prima. Sie seien versteuert gewesen. Die Opposition forderte Aufklärung. Wenn Babis Steuern hinterzogen habe, habe er kein Recht, in der Politik zu sein, sagte Petr Fiala vom konservativen Bündnis Spolu (Gemeinsam).

RND/dpa

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