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„Pandora Papers“: Montenegros Präsident Djukanovic im Visier der Staatsanwaltschaft

  • Die geleakten Daten der „Pandora Papers“ belasten Politiker weltweit.
  • Auch der Präsident Montenegros, Milo Djukanovic, und sein Sohn hatten offenbar zahlreiche Briefkastenfirmen.
  • Die Staatsanwaltschaft in Montenegro hat Vorermittlungen aufgenommen.
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Podgorica. Die Sonderstaatsanwaltschaft in Montenegro hat infolge der Enthüllungen der „Pandora Papers“ Vorermittlungen eingeleitet.

Die Dokumente betreffen auch das kleine Balkanland und seinen Präsidenten Milo Djukanovic. „Die Sonderstaatsanwaltschaft unternimmt alle Maßnahmen und Handlungen im Rahmen ihrer Zuständigkeit, die nötig sind, um die Sachverhaltslage aufzuklären“, teilte die Behörde am Montagabend in Podgorica mit. Nähere Angaben machte sie nicht.

Hunderte Politiker, Amtsträger, Firmenvorstände und Spitzensportler in aller Welt sollen jahrelang Finanzdienstleister genutzt haben, um ihre Vermögen und Wertgegenstände zu verstecken.

Das geht aus Unterlagen („Pandora Papers“) hervor, die internationale Medien, darunter die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR ausgewertet haben. Die Datenlecks sollen aus 11,9 Millionen Dokumenten bestehen.

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Pandora Papers: Datenlecks bringen Politiker in Erklärungsnot
1:17 min
Intransparente Trusts, Stiftungen und Briefkastenfirmen: Erneut haben investigative Journalisten brisante Unterlagen zugespielt bekommen.  © dpa

Der Präsident, sein Sohn – und ein Geflecht aus Briefkastenfirmen

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Das montenegrinische Recherche-Portal Mans, eines der Mitglieder des Medienverbunds, berichtete am Montag, dass Djukanovic und sein Sohn Blazo ab 2012 ein beträchtliches Vermögen in einem Geflecht von Briefkastenfirmen versteckt hätten. Die Firmen seien von den beiden in Großbritannien, auf den britischen Jungferninseln, in der Schweiz, in Panama und Gibraltar gegründet worden.

Djukanovic, der seit 30 Jahren in verschiedenen Funktionen die Politik in Montenegro dominiert, soll demnach auch gegen Offenlegungspflichten verstoßen haben, die mit hohen Regierungsämtern einhergehen.

Der Präsident räumte ein, dass er und sein Sohn die in dem Bericht genannten Firmen gegründet haben. Durch diese seien aber keine Geldflüsse gegangen, behauptete er. Alles habe sich im gesetzlichen Rahmen abgespielt.

RND/dpa

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