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Pandora-Papers: Johnson will alle Spenden an Torys überprüfen lassen

  • Die Pandora-Papers belasten den Unternehmer Mohammed Amersi.
  • Der spendet seit 2018 regelmäßig an die britische Tory-Partei.
  • Premier und Parteichef Boris Johnson will nun alle Spenden an die Torys prüfen lassen.
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Großbritanniens Premierminister Boris Johnson besteht auf einer Überprüfung sämtlicher Spenden an seine Tory-Partei. Das berichtet der britische „The Guardian“. Hintergrund ist demnach, dass ein Unternehmer, der regelmäßig an die Torys spendet, in den Korruptionsskandal um die Pandora-Papers involviert ist. Aus der Oppositionspartei Labour hatte es zuvor Forderungen gegeben, die Spenden von Mohammed Amersi vollständig zurückzuführen.

Ein internationales Journalistenkonsortium hatte am Sonntag geheim gehaltene Immobiliengeschäfte Hunderter Milliardäre, Politiker, Religionsführer und Drogenhändler veröffentlicht. Die sogenannten Pandora-Papers beruhen nach Angaben des Konsortiums auf fast zwölf Millionen Dokumenten aus 14 Unternehmen weltweit.

Der Unternehmer Mohammed Amersi hat laut BBC seit 2018 mehr als 500.000 Pfund an die Torys gespendet. Wie der Sender weiter berichtet, soll Amersi in eine Reihe von umstrittenen Deals mit einer schwedischen Telekommunikationsfirma verwickelt sein. Dokumente, die der BBC vorliegen, enthüllen demnach, dass er in eine umstrittene Zahlung an eine geheime Offshore-Firma verstrickt sein soll. Die entsprechende Firma soll Gulnara Karimova gehören, der Tochter des usbekischen Präsidenten. US-Behörden hätten die Zahlung als Schmiergeld bezeichnet, heißt es weiter. Amersi selbst wies die Berichte zurück.

RND/cz

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