Betrieb rund um die Uhr: Pakistan eröffnet Impfzentrum für 100.000 Menschen pro Tag

  • Im pakistanischen Karachi ist ein Corona-Impfzentrum eröffnet worden, in dem täglich 100.000 Menschen geimpft werden können.
  • Das sagte der Informationsminister der Regionalregierung.
  • Das Zentrum soll 24 Stunden geöffnet sein.
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Islamabad. In der pakistanischen Hafenstadt Karachi ist ein riesiges Corona-Impfzentrum eröffnet worden. Es habe die Kapazität, 100.000 Menschen täglich zu impfen, sagte der Informationsminister der Regionalregierung von Sindh am Montag zu Journalisten. Die Einrichtung im Expo-Zentrum der Stadt soll 24 Stunden geöffnet sein. Mehr als 3000 Gesundheitsmitarbeiter sollen hier in drei Schichten arbeiten.

Bisher war die Impfkampagne in dem südasiatischen Land schleppend verlaufen. Von rund 220 Millionen Einwohnern sind bisher lediglich rund 3,5 Millionen Menschen geimpft worden. Die Impfstoffe kommen vor allem aus China, viele Menschen haben diesen gegenüber Vorbehalte. Zuletzt bekam Islamabad auch 1,2 Millionen Astrazeneca-Impfdosen über das internationale Impfprogramm Covax. Weitere 17 Millionen Impfdosen sollen bis Ende Juni importiert werden.

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In einer dritten Welle waren die Corona-Neuinfektionen in Pakistan in den vergangenen Wochen rapide angestiegen. Ende April wurde ein Höchstwert täglicher Corona-Tote verzeichnet. Krankenhäuser hatten begonnen, Patienten abzuweisen, Sauerstoffvorräte wurden knapp.

Beschränkungen zum Ende des Ramadan

In den vergangenen Tagen sank die Zahl der Neuinfektionen wieder. Für die diese Woche anstehenden Eid-Feiertage zum Ende des Fastenmonats Ramadan, an dem traditionell Familien und Freunde in großen Zahlen zusammenkommen, haben die Behörden umfangreiche Beschränkungen verhängt.

Die Zahl der ankommenden Flüge wurde um 80 Prozent gekürzt, Züge und öffentliche Verkehrsmittel werden für die Dauer der Feiertage eingestellt. Über Touristengebiete im gebirgigen Norden des Landes wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Das südasiatische Land hatte nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Sonntag gut 850.000 Infektionen und fast 19.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Vermutet wird, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher sind.

RND/dpa

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