Studie: Krieg verschärft Krise

Oxfam: Millionen weitere Menschen in Ostafrika von Hunger bedroht

Somalier, die aus dürregeplagten Gebieten geflohen sind, sitzen in einem behelfsmäßigen Lager am Rande der Hauptstadt Mogadischu. Tausende von verzweifelten Familien sind vor einer schweren Dürre in weiten Teilen Somalias geflohen und suchen in Lagern für Vertriebene außerhalb der Hauptstadt nach Nahrung und Wasser. Rund 13 Millionen Menschen am Horn von Afrika droht aufgrund einer schweren Dürre eine Hungersnot.

Somalier, die aus dürregeplagten Gebieten geflohen sind, sitzen in einem behelfsmäßigen Lager am Rande der Hauptstadt Mogadischu. Tausende von verzweifelten Familien sind vor einer schweren Dürre in weiten Teilen Somalias geflohen und suchen in Lagern für Vertriebene außerhalb der Hauptstadt nach Nahrung und Wasser. Rund 13 Millionen Menschen am Horn von Afrika droht aufgrund einer schweren Dürre eine Hungersnot.

Berlin, Nairobi. In Ostafrika droht laut Oxfam eine weitere Verschärfung der Hungerkrise. Bereits jetzt kämpften in der Region 21 Millionen Menschen mit schwerem Hunger, erklärte die Entwicklungsorganisationen. Wenn die Regenfälle im März ausblieben, seien bis zu 28 Millionen Menschen bedroht. Für zusätzlichen Druck sorgten auch die gestiegenen Lebensmittelpreise infolge des Krieges gegen die Ukraine. Um die Krise abzumildern, forderte Oxfam mehr humanitäre Hilfe für die Länder.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Viele Menschen in Ostafrika leiden unter den Folgen einer anhaltenden Dürre. Laut UN gab es in Äthiopien, Kenia und Somalia zuletzt wegen ausbleibenden Regens Ernteausfälle. Auch Vieh sei vielerorts verendet. „Ostafrika steht vor einer zutiefst alarmierenden Hungerkrise“, sagte die Vorstandsvorsitzende von Oxfam International, Gabriela Bucher. Gebiete in Äthiopien, Kenia, Somalia, Südsudan und darüber hinaus erlebten eine Katastrophe. „Selbst wenn die Regenfälle noch in diesem Monat einsetzen, wird sich die Situation nicht komplett entspannen.“

Auch der Krieg in der Ukraine verschärft laut Oxfam die Hungerkrise. Die Länder der Region importierten bis zu 90 Prozent ihres Weizens aus der Ukraine und aus Russland. Für Probleme sorgten nun die gestiegenen Lebensmittelpreise. In Somalia seien die Preise für Grundnahrungsmittel in der vergangenen Woche doppelt so hoch gewesen wie im Vorjahr. „Die steigenden Lebensmittelpreise sind ein harter Schlag für Millionen von Menschen, die bereits unter mehreren Krisen leiden“, sagte Bucher.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Oxfam rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Trotz eines „alarmierenden Bedarfs“ sei die humanitäre Hilfe „völlig unterfinanziert“.

RND/epd

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Krieg in der Ukraine
 

Letzte Meldungen