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FFP2-Pflicht und Zwei-Meter-Abstand: Österreich verlängert Lockdown

  • In Österreich wird der bis 24. Januar geltende Lockdown bis zum 7. Februar verlängert.
  • Das verkündete die österreichische Bundesregierung am Sonntag.
  • Bereits bestehende Corona-Regeln werden zudem weiter verschärft.
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Österreich verlängert und verschärft den Corona-Lockdown bis 7. Februar, das verkündete die Bundesregierung um Sebastian Kurz am Sonntag in Wien. Ab dem 25. Januar soll nicht nur im Handel eine FFP2-Maskenpflicht gelten sondern auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem wird der eingeforderte Mindestabstand von einem auf zwei Meter vergrößert. Alle Betriebe sollen auf Homeoffice setzen.

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Österreich verlängert Lockdown bis zum 8. Februar
1:43 min
Die Rate der Neuinfektionen in Österreich liegt derzeit bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 130 pro 100.000 Einwohnern.  © Reuters

Die Verschärfungen „machen nicht glücklich und sind alles andere als populär, aber es ist notwendig, sie zu treffen, auch wenn es alle schon satt haben“, erklärte Bundeskanzler Kurz. Lockerungen wären in der momentan Situation „Leichtsinn“. Der Handel und Museen sollen unter strengen Auflagen trotzdem wieder öffnen dürfen. Auch Dienstleistungsbetriebe wie Friseure sollen dann wieder arbeiten können.

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Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, fügte Kurz hinzu. So lange blieben Ausgangsbeschränkungen in Kraft und Schulen im Fernunterricht. Skipisten und Eislaufplätze sind hingegen weiterhin geöffnet.

Auch knapp drei Wochen nach Beginn des dritten harten Lockdowns in der Alpenrepublik lag die Zahl der Neuinfektionen am Samstag noch bei mehr als 1700. Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern über 7000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Kurz: Im Sommer alles wieder normal

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Ziel sei es, den Inzidenzwert auf unter 50 pro 100.000 Einwohnern zu drücken. Das würde 600 bis 700 Neuinfektionen pro Tag entsprechen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen) sei zuversichtlich, dass sich die Infektionslage innerhalb der nächsten zehn Wochen bessern werde. Bis dahin sollen auch 600.000 Österreicher gegen das Virus geimpft worden sein. Doch während dieser Zeit werde das Virus den Österreichern noch einiges abverlangen: „Es wird die schwierigste Phase der Pandemie werden.“

Respekt habe die österreichische Bundesregierung besonders vor der Corona-Mutation B.1.1.7. Die Ausbreitung sei kaum zu verhindern. Die Virusvariante würde sich „in einem unfassbar raschen, dynamischen Tempo in ganz Europa“ ausbreiten. 150 solcher Fälle seien in Österreich bereits identifiziert worden.

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Trotz Mutation und einer schleppenden Impfkampagne sei sich Kurz „ganz sicher“, dass seine Prognose für den Sommer eintreffen werde: „Vollkommene Normalität.“

RND/ka

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