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Ostbeauftragter Wanderwitz: Standortfrage für Zukunftszentrum soll 2022 geklärt sein

Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter der Bundesregierung, bei der Vorstellung des Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2021. (Archivbild)

Berlin/Frankfurt (Oder). Der Standort für das geplante „Zukunftszentrum für europäische Transformation und Deutsche Einheit“ wird voraussichtlich bis Mitte kommenden Jahres feststehen.

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„Vor dem Halbjahreswechsel 2022, im zweiten Quartal 2022, könnte es dann möglicherweise zur Entscheidung kommen, wohin es geht“, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Marco Wanderwitz (CDU), am Mittwoch im Inforadio des rbb.

Das Zentrum soll in Ostdeutschland gebaut werden und bis 2027 fertig sein. Der Standort wird über einen Wettbewerb ermittelt. Das Bundeskabinett sieht in den Plänen eine geeignete Grundlage. Bis Ende 2021 soll ein Gesamtkonzept stehen für eine endgültige Entscheidung von Regierung und Bundestag.

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Auch Frankfurt (Oder) hat sich dafür beworben. Auf die Frage, welche Chancen die Stadt in Brandenburg habe, sagte Wanderwitz: „Das kann ich momentan noch nicht abschließend beurteilen.“ Nach den Kriterien für den Wettbewerb „passt Frankfurt (Oder) jedenfalls ziemlich gut rein, aber andere eben auch“.

„Insofern kommt es jetzt darauf an, dass vor Ort die Verantwortlichen eine gute Bewerbung auf die Beine stellen.“ Das Zentrum solle „weder ein DDR-Museum noch irgend so etwas wie eine Seelendoktorei“ werden, sondern den Blick nach vorn richten, betonte der Ost-Beauftragte.

Der Vorsitzende der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), und Wanderwitz hatten die Pläne im Juni vorgestellt.

Auch Thüringen zeigt Interesse, den Standort für das geplante Zukunftszentrum zu stellen. Staatssekretär Malte Krückels habe den Freistaat in einem Brief an den Ostbeauftragten Wanderwitz bereits am 6. Mai dafür ins Gespräch gebracht, sagte ein Sprecher der Landesregierung am Mittwoch in Erfurt.

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Am Dienstag hatte sich auch Sachsen ins Gespräch gebracht. Als „Land der friedlichen Revolution“ halte man sich für einen geeigneten Standort.

RND/dpa

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