Oskar Lafontaine: Linke muss wieder in den Bundestag kommen

  • Im saarländischen Landesverband der Linken gibt es eine harte Auseinandersetzung zwischen dem Landesvorsitzenden Thomas Lutze und Fraktionschef Oskar Lafontaine.
  • Lafontaine betonte nun, der Streit sei „ein Sonderfall“.
  • Er habe mit der Gesamtpartei nichts zu tun.
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Saarbrücken/Berlin. Der Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag und Parteimitbegründer, Oskar Lafontaine, hat sich nach den jüngsten Auseinandersetzungen in der Partei versöhnlich gezeigt. „Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um wieder in den Bundestag zu kommen“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Darin herrscht große Übereinstimmung. Die Linke ist die einzige Kraft, die gegen Kriegseinsätze und Sozialabbau stimmt. Darin unterscheidet sie sich wesentlich von den anderen Parteien.“

Die Streitigkeiten im saarländischen Landesverband seien „ein Sonderfall, der mit der Linken insgesamt nichts zu tun hat“, sagte Lafontaine weiter. Deshalb sei es auch falsch, zu behaupten, er habe dazu aufgerufen, die Linke nicht zu wählen.

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Linken-Chefin Hennig-Wellsow: Differenzen mit Lafontaine nicht so groß

Der saarländische Landesvorsitzende Thomas Lutze, gegen den die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen Betrugsverdachts ermittelt, war zuletzt erneut zum Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl gewählt worden. Daraufhin hatte Lafontaine erklärt: „Kandidat Lutze kann nicht unterstützt werden.“

Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow hatte zu Beginn des linken Programmparteitages am Samstag in Berlin gesagt, sie habe sich am Freitag mit Lafontaine getroffen, und betont, die Differenzen seien nicht so groß. Lafontaine bestätigte, dass das Treffen stattgefunden habe, wollte sich zum Inhalt aber nicht äußern. Innerparteiliche Auseinandersetzungen gibt es auch im Landesverband Nordrhein-Westfalen. Dort haben einige Mitglieder beantragt, die Landesspitzenkandidatin Sahra Wagenknecht aus der Partei auszuschließen.

RND

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