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Operation gescheitert: USA wollten weiteren iranischen Militär töten

  • Am gleichen Tag wie Ghassem Soleimani wollten die USA offenbar einen weiteren iranischen Militär töten.
  • Doch dieser Schlag ist gescheitert.
  • Das Pentagon hat das noch nicht bestätigt.
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Am Tag der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani wollte das US-Militär offenbar einen weiteren hochrangigen iranischen Militär im Jemen töten. Der geheime Schlag sei aber gescheitert, verlautete am Freitag aus US-Beamtenkreisen. Ziel des fehlgeschlagenen Luftangriffs sei Abdul Resa Schahlai gewesen, ein hoher Kommandeur der Al-Kuds-Brigaden. Zuerst hatte die „Washington Post“ über den Einsatz berichtet.

Das Pentagon lehnte einen Kommentar zu der mutmaßlichen Operation im Jemen ab. Der Bericht über einen Luftangriff am 2. Januar im Jemen sei der Behörde bekannt, sagte eine Pentagonsprecherin, Rebecca Rebarich. Der Jemen sei schon seit Langem ein sicherer Ort für Terroristen und andere Gegner der Vereinigten Staaten.

Soleimani wurde am 3. Januar getötet

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Soleimani war am 3. Januar kurz nach seiner Landung auf dem internationalen Flughafen von Bagdad durch einen US-Drohnenangriff getötet worden, außerdem starb dabei der ranghohe irakische Milizkommandeur Abu Mahdi al-Muhandis.

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Den Militärschlag hat die US-Regierung als Akt der Selbstverteidigung gerechtfertigt – Soleimani habe Angriffe auf US-Militärs und amerikanische Diplomaten im Nahen Osten geplant. Der Iran bezeichnete das Geschehen als Terrortat und rächte sich am 8. Januar mit Raketenangriffen auf zwei irakische Stützpunkte, auf denen US-Truppen stationiert sind.

USA listen iranische Al-Kuds-Brigaden als Terrororganisation

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US-Kreisen zufolge standen Soleimani und Schahlai beide auf einer genehmigten Liste mit Militärzielen. Die USA könnten also möglicherweise bewusst versucht haben, die Spitze der iranischen Al-Kuds-Brigaden zu schwächen. Diese Eliteeinheit der Revolutionsgarde ist nach Ansicht der USA eine Terrororganisation.

Das State Department hat eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen angeboten, die die Finanzen der Revolutionsgarde beeinträchtigen – darunter auch Informationen über Schahlai, der ein wichtiger Geldgeber ist.

RND/AP

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