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Omikron-Verbreitung: Lehrer halten Schulschließungen für denkbar

  • Die Omikron-Variante breitet sich aus.
  • Lehrerverbände halten Schulschließungen oder Distanzunterricht für möglich.
  • Sie fordern vom Corona-Gipfel am Dienstag jedoch „ein einheitliches Vorgehen“.
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Berlin. Lehrerverbände halten es angesichts der Omikron-Verbreitung für denkbar, die Weihnachtsferien zu verlängern oder Distanzunterricht kurzzeitig wieder einzuführen. „Distanzunterricht für eine begrenzte Zeit nach den Weihnachtsferien kann eine Möglichkeit sein, die Verbreitung der Omikron-Variante zu erschweren“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Das müsse aber eine Ausnahme bleiben, die allein der aktuellen Situation geschuldet sei.

Finnern ergänzte am Montag: „Zur Kontaktreduzierung kann Schule einmalig und zeitlich begrenzt einen Beitrag leisten. Der Ministerpräsidenten­gipfel muss morgen ein Konzept vorlegen.“ Weiterhin gelte, dass zusätzliche Mittel, die direkt in das System Schule fließen, und zusätzliche Personal­kapazitäten bereitgestellt werden müssten.

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Lehrerverband beklagt „Chaos und Verwirrung“

Eine ähnliche Haltung nimmt der Deutsche Lehrerverband ein. „Wenn die Infektionszahlen aufgrund von Omikron in den Weihnachtsferien massiv nach oben gehen, dürfen Ferienverlängerungen beziehungsweise erneuter Distanzunterricht nicht ausgeschlossen werden“, sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger dem RND. „Solch ein Schritt sollte aber nicht isoliert erfolgen, sondern nur im Verbund mit einem allgemeinen Lockdown oder weitergehenden gesellschaftlichen Kontakt­beschränkungen.“

Es sei falsch, Schulen bei einem größeren Maßnahmenkatalog komplett auszunehmen, weil dort demnächst eine hochansteckende Virusvariante auf eine Vielzahl von Kontakten treffe. „Wir brauchen ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern, orientiert an Parametern wie altersabhängige Inzidenzen und Landesimpfquoten“, forderte er vor dem Corona-Gipfel am Dienstag. „Aktuell herrscht Chaos und Verwirrung. Manche Bundesländer haben bereits Ferien, manche haben die Präsenzpflicht aufgehoben, andere bleiben beim regulären Ferienbeginn.“

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