Olaf Scholz laut Umfrage beliebtester Politiker Deutschlands

  • Für die SPD-Spitze hat es nicht gereicht, einer Umfrage zufolge ist Olaf Scholz jedoch aktuell der beliebteste Politiker Deutschland.
  • Damit liegt der Bundesfinanzminister gleichauf mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
  • Wenig schmeichelhaft ist jedoch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung insgesamt.
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Berlin. Die SPD hat sich gegen das Duo aus Olaf Scholz und Klara Geywitz und für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans entschieden. Außerhalb der Partei ist Bundesfinanzminister Scholz jedoch weitaus populärer: Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest-Dimap für den ARD-Deutschlandtrend ist er momentan sogar der beliebteste Politiker Deutschlands. Scholz liegt demnach gleichauf mit der beliebtesten Politikerin: Angela Merkel.

Damit hat Olaf Scholz im Beliebtheitsranking nicht nur den größten Zugewinn zu verzeichnen, sondern auch seinen bisherigen persönlichen Bestwert erreicht. 47 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden, das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vormonat.

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich laut der Umfrage anlässlich der Koalitionsdiskussion der SPD, dass das schwarz-rote Regierungsbündnis fortgesetzt wird. 64 Prozent plädierten dafür, dass die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 weiterarbeitet. Allerdings sehen die Befragten die Regierung durchaus kritisch: 68 Prozent äußerten sich weniger oder gar nicht zufrieden mit ihrer Arbeit. Für ein Ende der Koalition waren demnach 32 Prozent.

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Zuviel Beschäftigung mit sich selbst

Insgesamt finden 85 Prozent der Befragten, die Regierungsparteien beschäftigten sich zu sehr mit sich selbst und ihrem Personal, anstatt ihre Arbeit zu machen. Bei einem Blick auf einzelne Politikfelder stellen die Bürger der Koalition ein schlechtes Zeugnis aus - besonders bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums und der Klimapolitik. Etwa drei Viertel sind mit der Arbeit in diesen beiden Bereichen weniger oder gar nicht zufrieden (77 bzw. 76 Prozent).

Mehrheitlich positiv bewertet wird die Wirtschafts- und Außenpolitik, mit der 55 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden sind, und die Familienpolitik, mit der 54 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden sind.

Den angehenden SPD-Vorsitzenden traut nur eine Minderheit zu, der Partei zu einem Aufschwung zu verhelfen. 22 Prozent glauben, unter Walter-Borjans und Esken werde es der Partei gelingen, wieder mehr Bürger von sich zu überzeugen; 70 Prozent glauben das nicht. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage geteilter Meinung: 51 Prozent glauben daran, 46 Prozent nicht.

RND/dpa

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