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60.000 Zuschauer bei EM − Scholz nennt Aufstockung „bedenklich“

  • SPD-Kanzlerkandidat und Vizekanzler Olaf Scholz hält eine Aufstockung der Zuschauer bei EM-Spielen für bedenklich.
  • Mühsam habe man die Pandemie in Europa in den Griff bekommen, dies sollte nun nicht aufs Spiel gesetzt werden, so Scholz.
  • Für die Halbfinals der EM sollen 60.000 Zuschauer zugelassen werden.
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London. Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat scharfe Kritik an der UEFA geübt. Hintergrund ist die Diskussion um die Zuschauerzulassung bei der Europameisterschaft. Scholz mahnte zur Vorsicht: „Bei aller Freude über die spektakulären Spiele dieser EM halte ich es für bedenklich, wie viele Zuschauer inzwischen in einige Stadien gelassen werden.“

Das sagte Scholz der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). „Mühsam und unter großen Anstrengungen haben wir die Pandemie in Europa in den Griff bekommen, das sollten wir jetzt nicht aufs Spiel setzen.“

Bei der 0:2-Achtelfinal-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen England waren am Dienstagabend 41.973 Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion. Für die Halbfinals und das Endspiel sollen sogar 60.000 Zuschauer zugelassen werden.

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Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten. 60.000 Zuschauer in Wembley seien zu viele.

Die Europäische Fußball-Union solle ihr Konzept dringend überdenken, forderte Scholz.

RND/dpa

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