„Ocean Viking“ rettet 374 Geflüchtete vor libyscher Küste

  • Die Seenotretter der „Ocean Viking“ haben 374 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet – und suchen nun einen Hafen.
  • Unter den Geretteten seien 165 Minderjährige.
  • Das Hilfsschiff war nach monatelanger Pause am 11. Januar vom französischen Hafen Marseille wieder ausgelaufen.
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Paris. Das Hilfsschiff „Ocean Viking“ hat 374 Migranten im Mittelmeer vor Libyen aus Seenot gerettet. Unter ihnen seien 168 Minderjährige, von denen 131 unbegleitet seien, berichtete SOS Mediterranee.

Derzeit sucht die „Ocean Viking“ für die Geretteten einen sicheren Hafen. Das teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee am Samstag mit. Unter anderem habe sich die Crew an Malta und Italien mit ihrer Bitte um Aufnahme gewandt.

„So schnell wie möglich von Bord bringen“

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„Mit 374 Überlebenden an Bord und einer zunehmend schlechten Wetterlage müssen wir die geretteten Menschen so schnell wie möglich an dem nächstgelegenen sicheren Hafen von Bord bringen, wie es das Seerecht vorschreibt“, sagte Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Mediterranee Deutschland. „Ein solcher sicherer Hafen kann nur ein europäischer sein.“

Die Herkunftsländer der Geretteten seien mehrheitlich Guinea, Mali, Kamerun, die Elfenbeinküste, Sudan und Sierra Leone. Es gab bis Freitag mehrere Einsätze, bei denen die Mannschaft der „Ocean Viking“ Männer, Frauen und Kinder aus überbesetzten Schlauchbooten aufnahm. Das Schiff habe allein am Freitagabend 106 Personen an Bord geholt. „Ocean Viking“ war nach monatelanger Pause am 11. Januar vom französischen Hafen Marseille ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen.

In Libyen herrscht seit fast zehn Jahren Bürgerkrieg. Dabei hat sich das Land zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt. Viele wollen über Italien nach Europa einreisen.

RND/dpa

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