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Obama gegen Trump: Corona-Krisenmanagement “absolut chaotisches Desaster”

  • Barack Obama rechnet ungewöhnlich scharf mit seinem Nachfolger ab.
  • In einer Videokonferenz kritisiert er das Krisenmanagement von Donald Trump scharf.
  • Doch auch in anderen Ländern sehe es nicht gut aus, sagt der Expräsident.
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Washington. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat das Corona-Krisenmanagement seines Nachfolgers Donald Trump scharf kritisiert. Trumps Umgang mit der Pandemie sei ein "absolut chaotisches Desaster", sagte Obama in einer Telefonkonferenz mit früheren Mitgliedern seiner Regierung. Eine Aufnahme der Schalte vom Freitag lag der Nachrichtenwebsite Yahoo News vor.

Obama rechnete mit der Ideologie der Trump-Ära ab - und schlug eine Brücke zur aktuellen Krise. "Was wir bekämpfen, sind diese langfristigen Trends, in denen es darum geht, selbstsüchtig zu sein, gespalten, und andere als einen Feind zu sehen - das ist zu einem stärkeren Impuls im amerikanischen Dasein geworden. Und übrigens, wir erleben das auch international. Das ist teils der Grund, warum die Reaktion auf diese globale Krise bisher so kraftlos und lückenhaft ist", urteilte Obama.

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Obama kritisiert den Umgang der amtierenden US-Regierung mit der Corona-Pandemie
1:00 min
Im Rahmen einer Rede für Universitätsabsolventen hat Obama Kritik am Umgang der amtierenden US-Regierung mit der Coronavirus-Pandemie geübt.  © Reuters/YouTube/Chase
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Sogar bei den besten Regierungen sähe es in der aktuellen Situation zwar schlecht aus, gab der Expräsident zu, aber: “Es ist ein absolut chaotisches Desaster, wenn diese Haltung des ‚Was springt für mich raus’ und ‚zum Teufel mit allen anderen’ - wenn diese Haltung in unserer Regierung” zur Betriebsphilosophie werde.

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Obama nennt Trumps Umgang mit Corona "chaotisch und katastrophal"
1:20 min
Der Inhalt einer Telefonkonferenz ist an die Öffentlichkeit gelangt. Obama kritisierte darin den Umgang von US-Präsident Donald Trump mit dem Coronavirus.  © Reuters

Der Expräsident sprach in der Telefonschalte mit 3000 Mitgliedern der sogenannten Obama Alumni Association, die aus Personen besteht, die in seiner Amtszeit dienten. Seine Zuhörer forderte Obama auf, seinen früheren Vizepräsidenten Joe Biden zu unterstützen, der Trump aller Voraussicht nach bei der Wahl am 3. November herausfordern wird.

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Trump hat seine Reaktion auf die Corona-Krise wiederholt vehement gegen Kritik verteidigt und sich vielmehr ein gutes Zeugnis ausgestellt. Dabei hat er etwa auf seine Einreiseverbote für China und Europa sowie Abstandsregeln zur Infektionsvermeidung verwiesen. Die Maßnahmen hätten weitaus größeren Schaden verhindert. “Ich denke, wir haben Millionen von Leben gerettet”, erklärte Trump erst diese Woche.

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RND-Videoschalte: Die dramatischen Folgen der Corona-Krise in den USA
9:05 min
US-Korrespondent Karl Doemens schildert im Gespräch mit RND-Hauptstadtkorrespondentin Marina Kormbaki die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Amerikaner.

RND/AP

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