Nutri-Score: Spahn nimmt Nahrungsmittel-Riesen in die Pflicht

  • Bundesernährungsministerin Klöckner hat angekündigt, das Nutri-Score-Logo in Deutschland zuzulassen.
  • Unternehmen sollen das Logo freiwillig auf ihren Produkten als Extra-Kennzeichnung für Zucker, Fett und Salz angeben können.
  • Doch die Betonung liegt auf der Freiwilligkeit, Gesundheitsminister Spahn nimmt daher die Lebensmittelhersteller in die Pflicht.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert von Lebensmittelherstellern, sich an der geplanten Extra-Kennzeichnung für Zucker, Fett und Salz zu beteiligen. „Die Verbraucher sollen wissen können, was sie essen“, sagte Spahn dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). „Ich erwarte daher, dass sich möglichst viele Unternehmen anschließen und den Nutriscore umsetzen.“

Spahn sagte, er unterstütze die Pläne von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Einführung der neuen Kennzeichnung ausdrücklich. „Der Nutriscore ist ein wichtiger Schritt. Denn bessere Information ermöglicht eine gesündere Ernährung“, so der CDU-Politiker.

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Nutri-Score soll in Deutschland zugelassen werden

Nach langem Streit über eine Extra-Kennzeichnung für Zucker, Fett und Salz hatte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Montag verkündet, in Deutschland das farbige Nutri-Score-Logo zuzulassen. Die neue Kennzeichnung solle Orientierung auf einen Blick geben, erklärte Klöckner. Das aus Frankreich stammende Label hatte in einer Verbraucherbefragung klar am besten abgeschnitten. Klöckner will nun eine Verordnung auf den Weg bringen, die den Rechtsrahmen für eine freiwillige Verwendung des Logos auf der Packungs-Vorderseite schafft.

Nutri-Score bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe oder Proteine in eine Gesamtbewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von „A“ auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes „C“ bis zu einem roten „E“ für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird hervorgehoben. Das neue Logo soll eine Ergänzung für die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle sein, die meist auf der Rückseite von Packungen steht. Erste Produkte damit sind bereits in deutschen Supermärkten zu kaufen.

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