NSU-Ausschuss: Maaßen und Fromm sollen aussagen

  • Die früheren Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm und Hans-Georg Maaßen sollen sich zum NSU in Mecklenburg-Vorpommern äußern.
  • Der Ausschuss untersucht die Arbeit der Behörden kritisch.
  • In der Vergangenheit wurde bereits erhebliche Mängel aufgedeckt.
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Schwerin. Die früheren Verfassungsschutzpräsidenten Heinz Fromm und Hans-Georg Maaßen sollen am Freitag im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags Mecklenburg-Vorpommern aussagen. Das geht aus dem Terminplan des Landtags hervor. Der Ausschuss versucht, die Aktivitäten des rechtsterroristischen “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) in Mecklenburg-Vorpommern nachzuzeichnen und nimmt dabei insbesondere die Ermittlungen der Behörden kritisch unter die Lupe. Andere Parlamentsausschüsse in Bund und Ländern hatten bereits erhebliche Mängel bei der Arbeit von Sicherheitsbehörden ans Licht gebracht.

Neonazis ermordeten zehn Menschen

Das Thüringer NSU-Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe soll schon Anfang der 1990er-Jahre Kontakte auch zu Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern gehabt haben.

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Mundlos und Böhnhardt werden für den Mord an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer sowie einer Polizistin verantwortlich gemacht. Unter den Opfern war auch Mehmet Turgut, der im Februar 2004 in Rostock erschossen wurde.

RND/dpa

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