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Drohmail-Affäre: Beschuldigte sind wohl “Trittbrettfahrer”

Ein Plakat mit der Aufschrift "Der NSU 2.0 war nicht zu Dritt, das dritte Revier macht mit - rechter Hetze entgegentreten" liegt während einer Kundgebung in Wiesbaden auf dem Boden.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Der NSU 2.0 war nicht zu Dritt, das dritte Revier macht mit - rechter Hetze entgegentreten" liegt während einer Kundgebung in Wiesbaden auf dem Boden.

Wiesbaden. Das in der Affäre um die rechtsextreme Drohschreiben-Serie “NSU 2.0” unter Verdacht geratene Ehepaar aus dem bayerischen Landshut spielt einem Ermittler zufolge eher eine Nebenrolle. Man könne davon ausgehen, dass es sich um “Trittbrettfahrer” handele, sagte der Frankfurter Oberstaatsanwalt Michael Loer am Donnerstag in einer Sitzung des Rechtsausschusses des hessischen Landtages in Wiesbaden. Er berief sich dabei auch auf Erkenntnisse des Landeskriminalamtes.

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Allein seit einer Sitzung des hessischen Landtagsinnenausschusses am 21. Juli, bei dem die Abgeordneten über die Ermittlungen informiert wurde, habe es 14 weitere mit “NSU 2.0” gezeichnete Drohschreiben gegeben – und 4 weitere, die den Verdächtigen aus Bayern zugeschrieben würden.

Verdächtige hatten Vorwürfe bestritten

In Landshut waren Ende Juli ein ehemaliger Polizeibeamter und seine 55 Jahre alte Ehefrau kurzzeitig festgenommen worden. Das Paar wird verdächtigt, mehrere Schreiben mit beleidigenden, volksverhetzenden und drohenden Inhalten an Bundestagsabgeordnete und verschiedene andere Adressaten verschickt zu haben.

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Konkret ging es um sechs Mails, die im Juli verschickt worden waren. Der Ex-Polizist hat die Vorwürfe nach früheren Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

RND/dpa

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