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„NSU 2.0“: Hessische SPD-Chefin erhält erneut Drohschreiben

  • Vor wenigen Tagen ist im Wahlkreisbüro der hessischen SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser erneut ein mit „NSU 2.0“ unterschriebener Brief eingegangen.
  • Das Schreiben soll dem Landeskriminalamt übergeben worden sein.
  • Ende Mai hatte Faeser bereits einen solchen Drohbrief erhalten.
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Wiesbaden. Die hessische SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser hat erneut einen mit „NSU 2.0“ unterschriebenen Brief erhalten. Der Brief sei vor wenigen Tagen in ihrem Wahlkreisbüro eingegangen, erklärte ein SPD-Sprecher am Montag in Wiesbaden.

Das Schreiben habe im Wesentlichen aus der Zeile „NSU 2.0“ und dem internationalen Symbol für biologische Gefährdung (Biohazard) bestanden. Der Brief sei dem Landeskriminalamt (LKA) übergeben worden. Zuvor hatte es Medienberichte über den Vorfall gegeben.

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Ermittler sehen keine Hinweise auf Beteiligung von Polizisten bei NSU 2.0
2:07 min
In Frankfurt am Main nahmen am Mittwoch die Ermittlungsbehörden zur sogenannten NSU-2.0-Affäre Stellung. Es bleiben Fragen offen.  © Reuters
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Anfang Mai war der mutmaßliche Täter der Serie rechtsextremer Drohschreiben „NSU 2.0“ festgenommen worden. Der Mann steht nach Angaben der Ermittler unter dringendem Verdacht, seit August 2018 unter dem Synonym „NSU 2.0“ bundesweit eine Serie von Drohschreiben mit volksverhetzenden, beleidigenden und drohenden Inhalten verschickt zu haben.

Empfänger waren überwiegend Personen des öffentlichen Lebens, vor allem aus der Medienwelt und der Politik, darunter auch Abgeordnete des hessischen Landtags und des Bundestags.

Die SPD-Politikerin hatte Ende Mai bereits hat einen mit „NSU 2.0“ unterschriebenen Brief erhalten. Der Brief hatte ein weißes Pulver enthalten und war im Wahlkreisbüro von Faeser in Hofheim am Taunus eingegangen. Nach Angaben des LKA stellte sich die weiße Substanz als unbedenklich heraus. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf.

RND/dpa

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