Tiefschlag für Laschet: NRW-Landesregierung Schlusslicht bei Vertrauenswerten

  • Nirgendwo in Deutschland vertrauen die Menschen ihrer Landesregierung so wenig wie in Nordrhein-Westfalen.
  • Das haben die Demoskopen von Forsa in einer bundesweiten Umfrage herausgefunden.
  • Zwischen Ost und West gibt es erhebliche Unterschiede beim Vertrauen in die politischen Institutionen.
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Berlin. Das Vertrauen in die politischen Institutionen ist im Osten Deutschlands deutlich schwächer ausgeprägt als im Westen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

So gaben in Brandenburg und Thüringen nur 46 Prozent der Befragten an, Vertrauen in die Arbeit der Bundesregierung zu haben. In Sachsen-Anhalt waren es 50 und in Sachsen 54 Prozent. In den meisten West-Ländern waren die Werte deutlich höher (Ausnahme Saarland: 44 Prozent). In Hessen gaben 68 Prozent der Befragten an, großes Vertrauen in die Bundesregierung zu haben, in Niedersachsen 69 und in Hamburg sogar 70 Prozent. Bundesweit lag der Schnitt bei 63 Prozent.

Dem Deutschen Bundestag vertrauen in Brandenburg gerade einmal 36 Prozent der Befragten. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Wert bei 40 Prozent, in Sachsen bei 43, und in Thüringen sowie Sachsen-Anhalt bei jeweils 44 Prozent.

Ganz anders das Bild im Westen: In Schleswig-Holstein gaben 55 Prozent der Befragten an, dem Deutschen Bundestag zu vertrauen. In Hessen waren es 56, in Niedersachsen 61 und in Hamburg 63 Prozent. Bundesweit gaben 54 Prozent der Befragten an, großes Vertrauen in die Arbeit des deutschen Parlamentes zu haben.

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NRW-Landesregierung ist Schlusslicht

Auch ihre eigenen Landesregierungen sehen die Menschen im Osten der Republik in der Summe skeptischer als im Westen, allerdings gibt es Ausreißer in beide Richtungen. So gaben nur 48 Prozent Menschen in Sachsen-Anhalt und 49 Prozent der Brandenburger an, großes Vertrauen in die eigene Landesregierung zu haben. In Thüringen waren es 57 und in Sachsen 59 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern allerdings lag der Wert mit 70 Prozent ganze zehn Punkte über dem Bundesschnitt.

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In Hessen vertrauen 64 Prozent der Menschen ihrer Landesregierung, in Niedersachsen 68 und in Schleswig-Holstein 78 Prozent. In Berlin haben nur 44 Prozent der Menschen großes Vertrauen in ihre Landesregierung. Schlusslicht der Umfrage war jedoch Nordrhein-Westfalen, wo nur 43 Prozent ihrer eigenen Landesregierung vertrauen.

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Die am schlechtesten bewertete politische Institution waren politischen Parteien. Lediglich elf Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt gaben an, dass sie großen Vertrauen in die Arbeit von Parteien haben. In Brandenburg und Thüringen waren es 17 Prozent, in Sachsen 19, in Berlin 22 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern 23 Prozent. In Niedersachsen und Hamburg lag der Wert bei jeweils 27 und in Hessen bei 32 Prozent. Deutschlandweit gab nur ein Viertel der Befragten an, großes Vertrauen in die Arbeit von Parteien zu haben.

Das größte Vertrauen in der Bevölkerung genießt laut der Forsa-Umfrage der Bundespräsident. Selbst unter den skeptischen Brandenburgern gaben 66 Prozent der Befragten an, großes Vertrauen in das Staatsoberhaupt zu haben. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 68 Prozent, in Berlin 73, in Schleswig-Holstein 77, in Hessen 79, in Niedersachsen 81 und in Hamburg 83 Prozent. Deutschlandweit gaben drei Viertel (76 Prozent) der Befragten an, dem Bundespräsidenten zu vertrauen.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat zwischen dem 28. Dezember 2020 und dem 2. Januar 2021 insgesamt 4029 Menschen befragt.

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