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NRW kaufte Millionen Masken von Mode-Firma van Laack: Welche Rolle spielte Laschets Sohn?

  • Der Mode-Hersteller van Laack und Armin Laschets Sohn arbeiten seit Jahren zusammen.
  • In der Corona-Krise verkaufte das Unternehmen der Staatskanzlei in NRW bereits Millionen OP-Kittel und Masken.
  • Liefen die Autragsvergaben sauber und welche Rolle spielte Laschets Sohn dabei? Die Opposition will Antworten.
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Düsseldorf. Ein überraschender Kontakt zwischen dem Mode-Hersteller van Laack und der Düsseldorfer Staatskanzlei ruft in Nordrhein-Westfalen die Opposition auf den Plan: Laut van Laack-Inhaber Christian von Daniels hatte der Sohn von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Mode-Blogger Johannes „Joe“ Laschet, die Tür für einen großen Deal mit Kitteln und Masken geöffnet. Die SPD-Fraktion wittert „Influencer Marketing in der Staatskanzlei“ und will über eine Kleine Anfrage im Landtag wissen, was genau da los war.

van Laack-Inhaber Christian von Daniels arbeitet seit Jahren mit Fashion-Blogger „Joe“ Laschet zusammen. Der „Rheinischen Post“ sagte von Daniels in einem Interview: „Ich habe Joe gesagt, dass er seinem Vater meine Nummer geben kann, wenn das Land Hilfe bei der Beschaffung von Masken braucht.“

Ministerpräsident Armin Laschet habe dann tatsächlich an einem Sonntagabend angerufen und gesagt, der van Laack-Chef renne offene Türen ein. „Zwei Tage später saßen seine Mitarbeiter bei uns im Konferenzraum und haben sich unsere Masken und Kittel angeguckt“, so von Daniels zur „Rheinischen Post“.

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Der Modehersteller aus Mönchengladbach hat dem Land nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums mehrere Millionen OP-Kittel und Masken geliefert. Jüngst bestellte das zuständige Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) weitere 1,25 Millionen Alltags-Masken für die Polizei bei van Laack.

Opposition will Antworten

Die SPD-Fraktion fragt nun im Titel ihrer Kleinen Anfrage: „Welchen Einfluss hatten die Geschäftsbeziehungen von Joe Laschet zum Modehersteller van Laack auf die Auftragsvergabe der Landesregierung?“

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Die Opposition will von der Landesregierung eine Auflistung aller „van Laack“-Aufträge. Außerdem will die SPD wissen, welche anderen Bieter mit im Rennen waren und ob es „Provisionen für Vermittlungstätigkeiten“ gegeben habe.

Johannes Laschet war bisher als modischer Ratgeber für seinen Vater bekannt. In einer WDR-Sendung sagte Armin Laschet vergangene Woche, sein Sohn gebe ihm auch mal Tipps beim Schnitt von Anzügen, Hosen und Hemden. Joe Laschet reagierte zunächst auf eine dpa-Anfrage nicht.

RND/dpa

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